VfB Stuttgart gegen FSV Mainz 05 Wie die jungen Wilden die harte Gangart wegstecken

So wie hier Silas Wamangituka von Moussa Niakhaté werden die VfB-Spieler gegen Mainz 05 oft von den Beinen geholt. Foto: Baumann

Der FSV Mainz 05 hat durch viele Fouls versucht, den Spielfluss des VfB Stuttgart zu unterbinden – aber wie hat die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo auf die rüden Attacken reagiert?

Stuttgart - Bo Svensson hat nur den Kopf geschüttelt, garniert mit einem sarkastischen Lächeln und einer klaren Handbewegung. Der Trainer des FSV Mainz 05 zeigte an, dass die Spieler des VfB Stuttgart leicht zu Fall kommen würden. Doch der dänische Fußballlehrer vergaß in diesem Moment, dass seine Schützlinge mächtig zur Sache gingen. Die Gäste aus Rheinhessen versuchten mit ihrer harten Gangart den Spielfluss der Stuttgarter zu unterbinden. Aber der VfB ließ sich beim 2:0 nicht aus dem Tritt bringen. Und kurz nachdem Svensson dem Schiedsrichter Frank Willenborg signalisiert hatte, was er von den vielen Pfiffen hielt, sah er selbst die Gelbe Karte – wegen Reklamierens.

 

Zuvor hatten schon drei Mainzer Profis eine Verwarnung erhalten – alle nach Fouls. Gregor Kobel und Nicolas Gonzalez mussten dabei am meisten einstecken. Der VfB-Torhüter wurde schon zu Beginn angegangen und anschließend noch zwei weitere Male. Der Schweizer musste behandelt werden. Sogar der Ersatztorhüter Fabian Bredlow machte sich kurzzeitig warm. Gonzalez war aufgrund seiner Schnelligkeit mehrmals ein Opfer der rüden Attacken. Auch der Argentinier brauchte die Hilfe des Physiotherapeuten, um wieder auf die Beine zu kommen.

Kobel und Gonzalez müssen viel einstecken

„Für die Mainzer geht es nur darum, das Spiel zu unterbrechen, mit allen Mitteln“, sagte der Sportdirektor Sven Mislintat in der Halbzeit. Für den Westfalen, ein bekennender Freund englischer Härte, griff der Unparteiische jedoch zu spät mit Gelben Karten für Moussa Niakhaté, Stefan Bell und Karim Onisiwo ein.

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Die Mainzer wandelten anschließend wie der eingewechselte Philipp Förster auf VfB-Seite am Rande eines Platzverweises, da sie weitere Fouls begingen. Grundsätzlich wehrten sich die Stuttgarter aber mit fairen Mitteln und körperlicher Robustheit. Damit bewies die Elf von Trainer Pellegrino Matarazzo eine Widerstandsfähigkeit, die ihr zuvor etwas abhanden gekommen schien. Denn schon bei den Niederlagen in Bielefeld und Freiburg wussten die Gegner das Stuttgarter Spiel zu stoppen – oft durch regelwidrige Aktionen. Zur Pause wies die Statistik 12:3 Fouls für die Mainzer aus.

„Ich hoffe, dass wir im zweiten Abschnitt die richtigen Antworten auf diese Gangart finden“, meinte Mislintat – und behielt Recht. Unmittelbar nachdem der FSV-Abwehrchef Bell den VfB-Angreifer Gonzalez niedergestreckt hatte, lieferten die Gastgeber die fußballerischen Lösungen: Flanke Borna Sosa, Kopfball Sasa Kalajdzic – Tor (55.). Alles fein herausgespielt. Der Sololauf von Silas Wamangituka zum 2:0 konnte sich ebenfalls sehen lassen (72.). Da war der Kongolese zu schnell, um ihn noch von den Beinen zu holen.

Anschließend nahm der Frust beim Tabellenvorletzten zu. Dominik Kohr kassierte die nächste Verwarnung, nachdem der Neuzugang von Eintracht Frankfurt zuvor schon mit seinen Grätschen am Rande einer Gelben Karte gewandelt war. Am lautete die Foulbilanz 9:20.

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