VfB Stuttgart gegen Hertha BSC VfB verspielt gegen Korkut-Elf frühe Zwei-Tore-Führung

Stevan Jovetic trifft für die Hertha zum 2:2-Endstand. Foto: dpa/Tom Weller 17 Bilder
Stevan Jovetic trifft für die Hertha zum 2:2-Endstand. Foto: dpa/Tom Weller

Der VfB Stuttgart ist trotz einer Zwei-Tore-Führung nicht über ein Unentschieden gegen Hertha BSC hinausgekommen. Gäste-Coach Tayfun Korkut dürfte zufrieden sein.

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Stuttgart - Turbulentes Debüt für Tayfun Korkut: Im ersten Spiel des 47-Jährigen als Trainer von Hertha BSC hat der Hauptstadtklub dank Doppelpacker Stevan Jovetic einen 0:2-Rückstand beim VfB Stuttgart aufgeholt und mit dem 2:2 (1:2) einen Punkt im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga errungen.

Korkut verpasste bei der Rückkehr in seine Heimatstadt und zu seinem Ex-Klub aber den erhofften Befreiungsschlag - für die Berliner war es das fünfte Spiel in Serie ohne Sieg. Mit 15 Punkten nach 14 Spieltagen liegt die Hertha nur zwei Zähler vor dem Relegationsplatz auf Rang 14. Der VfB verpasste nach dem 2:1 gegen den FSV Mainz 05 den zweiten Sieg in Folge, mit 14 Punkten steckt die Mannschaft von Trainer Pellegrino Matarazzo weiter im Abstiegskampf fest.

Marmoush trifft zur VfB-Führung

Die Schwaben erarbeiteten sich mit einem Doppelpack durch Omar Marmoush (15.) und Philipp Förster (19.) bereits früh einen angenehmen Vorsprung. Doch Jovetic glich mit einem traumhaften Schlenzer in den Winkel (40.) und einem Schuss aus kurzer Distanz (76.) aus.

Korkut, der in der Vergangenheit bereits Hannover 96, Bayer Leverkusen und zuletzt den VfB in der Bundesliga betreut hatte, musste bei seinem Comeback auf der Trainerbank nach mehr als drei Jahren auf die zentralen Mittelfeldspieler Lucas Tousart und Suat Serdar verzichten. Tousart war vor dem Spiel positiv auf das Coronavirus getestet worden, Serdar fehlte erkrankt.

Nach nur zwei Punkten in den vorangegangenen vier Ligaspielen soll Korkut den „Big-City-Klub“ als Nachfolger von Pal Dardai wieder auf Kurs bringen. „Wir möchten die Kugel nach vorne bringen und Tore schießen“, hatte er vor dem Geisterspiel angekündigt.

Hertha startet engagiert

Die Hertha startete engagiert in einem 4-4-2-System und kam durch einen Schuss von Ishak Belfodil aus spitzem Winkel zur ersten guten Chance (4.). Doch dann übernahm der VfB das Kommando, Korkuts Kommandos an seine Defensive wie „Nachschieben!“, „Raus!“ oder „Ihr seid zu weit weg!“ waren deutlich zu hören.

Es half nichts. Die Hertha ließ sich auskontern, nach einem Traumpass von Waldemar Anton zündete Marmoush den Turbo und blieb gegen Alexander Schwolow im Hertha-Tor eiskalt. Kurz darauf ließ die Berliner Abwehr Förster unbedrängt über das halbe Spielfeld gewähren, der Stuttgarter traf aus 18 Metern genau ins rechte Eck.

Offenes Spiel nach dem Seitenwechsel

Korkut stand im feinen Zwirn an der Seitenlinie und versuchte seine Elf pausenlos wild gestikulierend zu motivieren. Mit Erfolg. Erst wurde ein Belfodil-Treffer noch zu Recht aberkannt, da Vladimir Darida die Sicht von VfB-Torhüter Florian Müller in Abseitsposition blockierte, dann traf Jovetic aus ähnlicher Position unhaltbar.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offenes Spiel, gute Möglichkeiten für die Korkut-Elf waren aber Mangelware. Die beste Chance hatte Jovetic, dessen direkter Freistoß von Müller mit einer Glanzparade entschärft wurde (74.). Kurz darauf stand er nach idealer Belfodil-Vorlage goldrichtig.




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