VfB Stuttgart gegen Liverpool FC Alles Wissenswerte zum Duell Weiß-Rot gegen Rot

Nico Willig (li.) und Marc Bridge-Wilkinson. Foto: IMAGO/Pressefoto Baumann/IMAGO/Alexander Keppler

Der VfB Stuttgart trifft in der Uefa Youth League auf den Liverpool FC. Wir haben alles Wissenswerte zur Partie zusammengefasst.

Sport: Philipp Maisel (pma)

Seit Wochen fiebert das komplette Stuttgarter Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) auf dieses Spiel hin. An diesem Dienstag (14 Uhr) empfängt der VfB Stuttgart in der Uefa Youth League den FC Liverpool. Wir haben alles Wissenswerte rund um die Partie zusammengefasst.

 

Die Akademien

Zwei der wohl renommiertesten Akademien Europas treffen aufeinander. Wie das Stuttgarter NLZ ist auch die „Liverpool Academy“ nicht nur bekannt dafür, jedes Jahr gute zwei Dutzend Spieler in den Aktivenbereich zu überführen, sondern der Startpunkt für eine ganze Reihe Weltkarrieren zu sein. Beispiele gefällig? Robbie Fowler, Steve McManaman, Michael Owen, Jamie Carragher, Steven Gerrard and Trent Alexander-Arnold (und noch viele weitere aktuelle oder ehemalige Profis) entstammen der Ausbildungsschmiede der „Mighty Reds“, wie Liverpool auch gern genannt wird. Demgegenüber stehen die „Jungen Wilden“ Mario Gomez, Sami Khedira, Aleksandr Hleb, Serdar Tasci, Andreas Hinkel, Kevin Kuranyi, Adam Szalai, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Bernd Leno oder Odisseas Vlachodimos.

Anders als in Deutschland, wo der Leistungsbereich im Nachwuchssektor drei relevante Jahrgänge kennt (U17, U19, U21), gibt es auf der Insel nur zwei, nämlich die U21 und die U18. Man spielt auch auf Jugendebene in einer sogenannten „Junior Premier League“, dazu gibt es begleitende Cup-Wettbewerbe. Die U18 von Liverpool, auf die der VfB an diesem Dienstag trifft, konnte am Wochenende beim Duell mit Manchester United ein 2:2 erringen, der VfB kam mit einem 3:2-Auswärtserfolg aus Wolfsburg zurück.

Die Trainer

„Liverpool!“ – wie aus der Pistole geschossen kam VfB-Trainer Nico Willig sein Wunschlos nach dem Sieg gegen YB Bern über die Lippen, als er danach gefragt wurde, gegen wen es jetzt gehen sollte. Monaco, Glasgow, Lille oder Zagreb wären die anderen möglichen Gegner gewesen. Seit Tagen ist nun die Spannung riesig bei Willig und seinen Jungs. „Wir haben es nach der Niederlage gegen Real zu Beginn der Youth League geschafft, unsere Fußballkultur international zu entwickeln. Und jede Menge Selbstvertrauen getankt“, sagt Willig mit Blick auf die Partie und schiebt nach: „Das soll jetzt mit Liverpool, und allem, was danach kommt, genau so weitergehen“.

Sein Pendant im Trainingsanzug mit dem Fabelwesen „Liver Bird“ (ein mythologisches Wesen und Symbolfigur der englischen Stadt Liverpool) auf der Brust kann im Gegensatz zu Willig, der als aktiver Spieler nicht über die Oberliga hinauskam, auf eine ganz respektable Karriere in den unteren Profiligen Englands zurückblicken. Derby County, Stockport United, Port Vale, Bradford City – Marc Bridge-Wilkinson war das, was man im englischen Sprachraum einen „Journeyman“ nennt – er kam ganz schön rum. Der 45-Jährige aus Coventry (386 Spiele, 71 Tore) besitzt wie auch Willig die sogenannte „Uefa-Pro-License“, den Fußballlehrer-Schein. Seit 2015 ist er in Liverpools Akademie tätig, seit 2020 bei der U18.

Die Kader

Jarzinho Malanga, Eliot Bujupi, Mirza Catovic, Efe Korkut, Max Herwerth – bereits eine ganze Reihe von Willigs Spielern ist längst für die U21 des VfB in der dritten Liga aktiv, dahinter wartet schon die nächste Reihe Toptalente um Flo Hellstern, Kenny Freßle, Salvatore Mule, Lauri Penna und Deli Hajdini. Der Stuttgarter Trainer kann aus dem Vollen schöpfen. Ein ähnliches Arsenal hat Bridge-Wilkinson zur Verfügung. Darunter in Trey Nyoni (17) und Rio Ngumoha (16) zwei absolute Hochkaräter, die längst Profiverträge besitzen und in dieser Saison schon in der Premier League oder der Champions League zum Einsatz kamen. Die Ausgangslage verspricht also hochklassigen Jugendfußball.

Die Rahmenbedingungen

Knapp 3500 Tickets für das Spiel im Gazistadion auf der Waldau (Anstoß 14 Uhr) wurden im Vorfeld abgesetzt. Ab 12.30 Uhr sind zudem Tageskassen geöffnet, es gibt Karten in allen Kategorien. Der VfB empfiehlt eine Anreise mit der Stadtbahnlinie U7 (Ausstieg Waldau/Gazi-Stadion). Die Sektorentrennung wird zudem geöffnet sein. Zuschauer können die Eingänge Süd und Nord nutzen. Ticketinhaber in den Blöcken E1-E7 wird der Zutritt am Eingang Süd empfohlen. Fans mit Stehplatztickets wird ein Zutritt am Eingang Nord empfohlen. An beiden Eingängen sind die Tageskassen geöffnet und Gepäckaufbewahrungen möglich. Die Liveübertragung kann man bei Uefa TV verfolgen. Sollte der VfB gewinnen und in die Runde der letzten 16 Mannschaften einziehen, wird er bereits am Freitag, 14. Februar erfahren, gegen wen es als nächstes geht. Um 13 Uhr wir das Achtelfinale in Nyon ausgelost.

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