VfB Stuttgart gegen RB Leipzig Rückkehrer Timo Werner, das Spekulationsobjekt

Von red/dpa 

Der Weggang von Stuttgart nach Leipzig war auch ein Karriere-Beschleuniger. Vieles dreht sich seitdem bei RB um Turbostürmer Timo Werner. Seine Torflaute in diesem Jahr könnte er in seiner alten Heimat stoppen.

Timo Werner ist im RB-Sturm kaum zu ersetzen. Foto: Bongarts
Timo Werner ist im RB-Sturm kaum zu ersetzen. Foto: Bongarts

Stuttgart - Er ist RB Leipzigs heißestes Spekulationsobjekt. Was macht Timo Werner? Bleibt er, weil er seinen Vertrag, wie vom sächsischen Fußball-Bundesligisten erhofft, vorzeitig verlängert? Oder wird er verkauft in diesem Sommer, weil er im Sommer 2020 ablösefrei auf dem Markt wäre? Der Nationalspieler hat sich noch nicht geäußert. Dass er zu den begehrtesten deutschen Spielern in der Bundesliga geworden ist, hängt wohl auch mit seinem Weggang vom VfB Stuttgart nach der Saison 2015/2016 zusammen.

„Ich glaube schon, dass das Ganze mit unserer Spielweise zu tun hat“, meinte RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick. „Aber auch mit der Tatsache, wie mit ihm hier umgegangen wird.“ Wenn er sich richtig erinnere, sei es für Werner „auch innerhalb des Mannschaftsgefüges nicht ganz einfach“ gewesen - in der Abstiegssaison des VfB. In den drei letzten Saisonspielen kam Werner damals nur eine Halbzeit bzw. zweimal eine halbe Stunde zum Einsatz. Dabei war er bei seinem Heimatverein mit 17 zum jüngsten Bundesligaspieler des VfB geworden.

Marktwert deutlich gestiegen

Werners Wunsch nach einer neuen sportlichen Herausforderung sei sehr groß gewesen und nach dem Abstieg hätten für den Verein natürlich insbesondere finanzielle Überlegungen den Ausschlag für den Verkauf gegeben, hieß es damals vom VfB. Spekuliert wurde damals mit zehn Millionen Euro, die der Aufsteiger RB an den Absteiger VfB überwies. „Herr Rangnick hatte sich schon früh um mich bemüht“, erklärte Werner seinerzeit seinen Wechsel.

Werners Marktwert ist nicht mal drei Jahre später um ein vielfaches gestiegen. In Leipzig wurde er zum Nationalspieler. In 101 Spielen für den Club erzielte er 55 Tore. Elf davon in der bisherigen Bundesliga-Saison. Allerdings noch keines in diesem Jahr. Auch, weil Werner durch eine Grippe zeitweise ausfiel und bei seinem Einsatz zuletzt beim Leipziger 0:0 gegen Eintracht Frankfurt alles versuchte, ihm aber nicht viel gelingen wollte.

Selbst wenn von Vereinsseite in Sachen Zukunft der Druck merklich erhöht und der Ball öffentlich zu Werner gepasst wurde; selbst, wenn es mal nicht optimal läuft: In Leipzig kann der Schwabe auch den Wohlfühlfaktor genießen. „Hier wird Timo von allen geschätzt. Er spürt hier eine sehr hohe Akzeptanz und hohe Sympathie“, betonte Rangnick bei der Pressekonferenz vor der Partie der Leipziger an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfB: „Ich glaube, dass ist nicht ganz unwichtig für einen Spieler wie Timo.“

Auch die Mitspieler hoffen, dass ihr Mittelstürmer bleibt. „Er ist einer der wichtigsten Spieler in unserer Mannschaft“, hat der seit einiger Zeit verletzte Kevin Kampl einmal betont.

Wechsel zu den Bayern?

Angeblich soll der Vertrag, den ihm RB vorgelegt hat, eine Ausstiegsklausel für zehn Topclubs in Europa haben. In der Bundesliga wird Werners Name oft mit dem FC Bayern, aber auch mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht. Wohin der Weg Werner führen wird, weiß im Moment wohl nur er selbst.

Wohin ihn der Weg bei der Rückkehr in die alte Heimat führen soll, ist klar: Immer Richtung Tor. Mit einem Sieg würden Werner und RB den vierten Tabellenplatz weiter zementieren und der Champions League in der kommenden Saison immer näher kommen. Der VfB droht dagegen schon wieder abzusteigen.