VfB Stuttgart gegen SV Werder Bremen Zu viel der Ausfälle

Noch mit Luft nach oben: Mateo Klimowicz Foto: Baumann

Trotz des 1:0-Sieges gegen Werder Bremen machen sich die Ausfälle der drei Hochkaräter Silas Wamangituka, Orel Mangala und Nicolas Gonzalez bemerkbar. Der junge Ersatz beim VfB muss noch viel lernen, findet Sportredakteur Gregor Preiß im „Nachschuss“ zum Spiel.

Sport: Gregor Preiß (gp)

Stuttgart - Angesichts des angekündigten Spätwintereinbruchs verbietet sich der Begriff des Sommerkicks eigentlich. Zwischendurch hatte es am Sonntagnachmittag aber zumindest den Anschein, als dümpelten der VfB Stuttgart und Werder Bremen dem Sommer und dem Saisonende entgegen. Die Luft schien raus zu sein im Schlussviertel einer bemerkenswerten Saison, weder die einen (der VfB) noch die anderen (Werder Bremen) wollten oder konnten noch einmal Bäume ausreißen. Und als sich alle mit dem Gedanken an ein 0:0 anfreundeten, entschied der VfB kurz vor Schluss doch noch die Partie für sich. Bezeichnenderweise durch ein Eigentor.

 

1:0 gegen Bremen, dritter Heimsieg in Folge, 39 Punkte: Für die Weiß-Roten ist nach dem 27. Spieltag alles im grünen Bereich. Von Abstieg redet längst keiner mehr, von Europa (noch) niemand. Weshalb sich nach dem mühsamen Arbeitssieg andere Fragen stellten. Vor allem personelle Fragen. Mit Orel Mangala, Silas Wamangituka und Nicolas Gonzalez musste Trainer Pellegrino Matarazzo gleich drei Hochkaräter ersetzen. Was sich am Ende zwar positiv im Ergebnis niederschlug, über die 90 Minuten auf dem Platz aber negativ bemerkbar machte.

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Vor allem der Ausfall Mangalas riss ein Loch ins defensive Mittelfeld, was stärkere Gegner wohl eher bestraft hätten als die Norddeutschen. Der Belgier ist für den VfB (noch nicht) zu ersetzen. Naouirou Ahamada, sein designierten Nachfolger, sollte Mangala Stuttgart irgendwann den Rücken kehren, blieb am Sonntag 90 Minuten auf der Bank. Der zweite Anzug in der Offensive muss ebenfalls noch lernen. Auch wenn Sportdirektor Sven Mislintat den beiden Youngsters Mateo Klimowicz und Tanguy Coulibaly ein „ausgezeichnetes Spiel“ bescheinigte. Bei allem Talent: Da ist noch reichlich Luft nach oben. Besonders in Sachen Zielstrebigkeit und Torgefahr.

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Für die beiden könnten sich die Verletzungen von Gonzalez und Wamangituka dennoch als glückliche Fügung erweisen. Bieten sich ihnen in den verbleibenden sieben Spielen doch noch zahlreiche Gelegenheiten, auf dem Weg zur Bundesligareife dazuzulernen. 2021/22 könnte dann ihre Saison werden.

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