VfB Stuttgart gegen TSG Hoffenheim Dem VfB fehlt die Leichtigkeit
Die Stuttgarter geben nicht auf und holen so noch einen Punkt. Das ist gut, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina, aber die Mannschaft steht vor einer großen Herausforderung.
Die Stuttgarter geben nicht auf und holen so noch einen Punkt. Das ist gut, meint unser Sportredakteur Carlos Ubina, aber die Mannschaft steht vor einer großen Herausforderung.
Wieder ein Punkt der Moral, aber wieder hat der VfB Stuttgart die Chance verpasst, einen Sieg einzufahren. Mit dem 1:1 gegen die TSG Hoffenheim muss der Fußball-Bundesligist am Ende sogar zufrieden sein, weil Ermedin Demirovic den Ausgleich erst in der neunten Minute der Nachspielzeit erzielte. Per Nachschuss nach seinem vergebenen Handelfmeter. Auch diese Tatsache macht deutlich, dass dem Stuttgarter Spiel die Leichtigkeit fehlt.
Realistisch betrachtet, ist auch nicht zu erwarten gewesen, dass die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß weiter unbekümmert und erfolgreich über die Plätze stürmt. Als hätte es keine Sommerpause gegeben und als wären drei Unterschiedsspieler nicht gegangen. Im Grunde macht die Überraschungsmannschaft der Vorsaison nun die Erfahrung, wie schwer es ist, sein Spiel auf Dauer leicht aussehen zu lassen.
Wie zuvor in Wolfsburg und danach gegen Sparta Prag in der Champions League rannte der VfB auch im dritten Spiel dieser Europapokal-Woche gegen einen tief verteidigenden Gegner an. Das ist mühsam, und wenn die Flankenqualität wie diesmal zu wünschen übrig lässt, dann ergeben sich nicht viele Möglichkeiten.
Doch die Stuttgarter sind immer noch gut aufgestellt – und stehen mit neun Punkten nach sechs Spielen ordentlich in der Tabelle da. Mehr nicht, da es die Hoeneß-Elf häufig nicht schafft, Tempo in ihre Offensivaktionen zu bringen. Das unterscheidet auch die Begegnung mit den Hoffenheimern von vielen Spielen, die den Fans aus dem Vorjahr in bester Erinnerung sind. Das zu ändern, ist die Herausforderung. „Mit der aktuellen Punktzahl sind wir nicht happy“, sagt Hoeneß. Für den Coach stimmt aber die grundsätzliche Richtung beim Reifeprozess seines Teams.