VfB Stuttgart gegen VfL Wolfsburg Entwicklungsschritte in Sieben-Meilen-Stiefeln
Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 gewonnen und vollzieht eine rasante Entwicklung, findet unser VfB-Reporter Philipp Maisel.
Der VfB Stuttgart hat sein Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg mit 4:0 gewonnen und vollzieht eine rasante Entwicklung, findet unser VfB-Reporter Philipp Maisel.
Fremdscham. Ja, es war tatsächlich Fremdscham, die ganz kurz zu verspüren war, als der VfB Stuttgart den VfL Wolfsburg in der Arena von Bad Cannstatt mit einer Mühelosigkeit filetierte, die man so auf Bundesliga-Niveau eigentlich nicht zu sehen bekommt. Denn normalerweise spielen zwei Mannschaften, denen man eben jenes Leistungslevel attestieren kann. Den Wolfsburgern allerdings muss man die Erstklassigkeit nach ihrem erbärmlichen Auftritt in Stuttgart absprechen.
Die Schwaben dagegen zeigten weder Mitleid noch Gnade. Genau so muss eine Mannschaft auftreten, die große Ambitionen hat und dies auch bei sich bietenden Gelegenheiten so kommuniziert. Erbarmungslos, eiskalt, effizient, elitär. Es ist eine Sache, wenn einem der Gegner ein Spiel einfach so hinlegt. Eine andere, es sich in der Art und Weise, wie es der VfB an diesem Sonntag getan hat, trocken und ohne groß Aufhebens zu machen, zu nehmen.
„Always look on the bright side of life“, sangen die VfB-Fans schon zur Pause Richtung Auswärtsblock, wo die ein paar Dutzend mitgereisten Wolfsburger Anhänger ihren zuvor schon trostlosen Support einstellten. Wer den Schaden hat, braucht eben für Hohn und Spott nicht zu sorgen.
Die Hoeneß-Elf befindet sich zwar immer noch inmitten der Metamorphose zur Spitzenmannschaft, die national und international anerkannt wird. Aber er vollzieht diese Entwicklung nicht mehr in Trippelschritten, sondern mit Sieben-Meilen-Stiefeln. Das wird bald auch der FC Porto zu spüren bekommen, vor dem sich der VfB angesichts dieser Leistung ganz sicher nicht verstecken muss.