VfB Stuttgart Hitzlsperger trotz Willig-Sieg weiter auf Trainersuche

Von Dirk Preiß 

Der Anfang ist gemacht, Interimstrainer Nico Willig hat mit dem VfB Stuttgart seinen ersten Sieg in der Bundesliga gefeiert. Bringen weitere Erfolge eine neue Note in die Trainersuche für die kommende Saison? Thomas Hitzlsperger hat dazu eine klare Meinung.

Überzeugender erste Auftritt in der Bundesliga: Interimstrainer Nico Willig vom VfB Stuttgart Foto: Baumann
Überzeugender erste Auftritt in der Bundesliga: Interimstrainer Nico Willig vom VfB Stuttgart Foto: Baumann

Stuttgart - Am Tag nach dem ersten Sieg des Interimstrainers in seinem ersten Spiel in der Fußball-Bundesliga war auch dessen Chef voll des Lobes. „Es hat funktioniert“, sagte Thomas Hitzlsperger, der Sportvorstand des VfB Stuttgart über den Trainerwechsel von Markus Weinzierl zu Nico Willig. Der bisherige Coach der Stuttgarter A-Junioren hatte der verunsicherten Mannschaft in vielen Gesprächen einen aktiveren Spielstil vermittelt und damit ein 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach erreicht. Dieser wiederum sorgte dafür, dass sofort die Frage aufkam: Was passierte eigentlich, wenn Willig nun vollends durchstartet?

Zurück zur U 19 nach der Saison

Die bisherige Absprache zwischen Übergangstrainer und Sportchef war ja, dass Willig nach dieser Saison (also höchstwahrscheinlich nach den Relegationsspielen) wieder in die Nachwuchsabteilung zurückkehrt. Der erste überzeugende Auftritt ändert daran laut Hitzlsperger nichts – ebenso wenig eine mögliche Erfolgsserie, die mit dem Klassenverbleib endet: „Wir haben beide beschlossen, dass es bis zum Ende der Saison geht. Dann ist das Thema erledigt“, bekräftigte der VfB-Sportchef am Sonntag. Und begründete dies auch mit dem Zeitdruck hinter den notwendigen Entscheidungen.

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Keine Option ist es für Hitzlsperger nämlich, weitere Spiele abzuwarten und erst dann auf die Suche nach einer externen Lösung zu gehen. „Die halbe Bundesliga sucht Trainer“, sagte der frühere Nationalspieler, „wenn ich jetzt noch mal vier Wochen warte und dann erst anfange, würden alle sagen: Du machst deinen Job nicht!“ Neben dem VfB fahndet auch Hertha BSC, der FC Schalke 04, Zweitligist 1. FC Köln und vermutlich Hannover 96 einen Coach für die neue Saison. Als Kandidat für den VfB gilt Zsolt Löw, der derzeit Co-Trainer bei Paris St-Germain unter Thomas Tuchel ist.