Herr Werner, ist die Partie gegen die U21 des VfB eine besondere Partie für Sie?
Nein, jedes Spiel ist für uns etwas Besonderes, weil wir uns in einer kritischen Situation befinden. Aber natürlich freue ich mich, alte Bekannte wiederzusehen.
Wen?
Zum Beispiel den Trainer Markus Fiedler. Ich habe seit vielen Jahren ein gutes Verhältnis zum VfB und pflege die Kontakte, schließlich war ich ja auch einmal im Verein tätig (lacht).
In der Jugend.
Genau, nachdem es mich beruflich ins Schwabenland gezogen hat, war der VfB meine erste Station. Über die Verbindung zu Ramon Gehrmann bekam ich ein Angebot als Torwart-Trainer der U16 und arbeitete ein Jahr lang mit Chefcoach Michael Gentner und seinem Assistenten Kai Oswald zusammen.
Dann ging es für Sie als Co-Trainer und später Sportdirektor zum SGV Freiberg.
Ja, das war eine sehr intensive Zeit, in der ich gelernt habe, in einem schwierigen Umfeld erfolgreich zu arbeiten. Das hat mich sehr geprägt.
Als sogar äußerst schwierig gilt bekanntermaßen auch das Umfeld bei den Münchner Löwen. Hat Sie denn nach Ihrem Einstieg im Januar 2024 irgendetwas überrascht?
Glauben Sie mir, ich habe mich intensiv auf diese Aufgabe vorbereitet. Aber wie lebendig dieser Verein ist, kann sich keiner vorstellen. Er fordert einen rund um die Uhr, doch ich bin total dankbar, für die Chance und das Vertrauen, für diesen Traditionsverein arbeiten zu dürfen.
„Wir mussten handeln“
Nicht lebendig, eher passiv und träge, wirkt die Mannschaft. Nach 1:11 Toren in den letzten drei Spielen kam es zum Trainerwechsel. War er unvermeidbar?
Wir haben alles versucht, um mit Argirios Giannikis die Wende zu schaffen. Letztendlich mussten wir nach dem 0:4 in Saarbrücken handeln, um einen neuen Impuls zu setzen.
Was versprechen Sie sich von seinem Nachfolger Patrick Glöckner?
Er steht für Intensität, Leidenschaft, Emotionalität und Perfektionismus. Das wird er auf die Mannschaft übertragen.
Beim Blick auf die Tabelle steht gegen den VfB II sehr viel auf dem Spiel.
Klar, das wird mit Sicherheit ein hitziges, hoch brisantes Spiel. Der VfB steht auf einem Abstiegsplatz und möchte mit einem Sieg bis auf einen Punkt an uns herankommen, wir werden alles Erdenkliche dafür tun, um nach dem Spiel ein Sieben-Punkte-Polster auf den VfB zu haben.
Was passiert, wenn bei 1860 der Worts Case Abstieg in die Regionalliga Bayern eintritt?
Der wird nicht eintreten, da kann ich alle Löwen-Fans beruhigen.