VfB Stuttgart II Hoher Aufwand, zu wenig Ertrag
Die Fiedler-Elf bestimmt in der dritten Liga bei 1860 München das Geschehen, erspielt sich ein Chancenplus, steht am Ende aber nur mit einem Punkt da.
Die Fiedler-Elf bestimmt in der dritten Liga bei 1860 München das Geschehen, erspielt sich ein Chancenplus, steht am Ende aber nur mit einem Punkt da.
„Zum leben zu wenig, zum sterben zu viel“, das wird als Fazit gerne genommen, wenn man wieder einmal hohen Aufwand betrieben hat, unterm Strich aber mit zu wenig Ertrag da steht. So wie der VfB Stuttgart II an diesem Samstag in München. Beim TSV 1860 reichte es der Stuttgarter Zweitvertretung in der dritten Liga trotz Führung, klarer Dominanz und einem entsprechenden Chancenplus nur zu einem Punkt.
„Wir haben eine tolle, couragierte Leistung gezeigt und das bisher beste Auswärtsspiel der Saison gemacht. Wir waren die dominante Mannschaft, sind zwingend geworden und haben konzentriert verteidigt – mit einer Ausnahme. So trauern wir der Vielzahl an vergebenen Chancen nach. Es fühlt sich nach zwei verlorenen Punkten an“, haderte Trainer Markus Fiedler, der allerdings versuchte, das „Positive mitzunehmen“ mit Blick auf das nächste Spiel beim SV Wehen Wiesbaden am 1. Februar (14 Uhr). Nämlich den Umstand, dass seine Mannschaft sich in einer Verfassung präsentiert hat, die für die kommenden Aufgaben Hoffnung macht. Sicher scheint jedoch, dass man sich im Lager der Weiß-Roten auf Abstiegskampf pur bis zum Saisonende einstellen sollte.
Laurin Ulrich, erst im Winter aus Ulm zurückgekehrt, brachte seine Farben nach einem unwiderstehlichem Sololauf in Führung (56. Min). Sein erster Treffer für den VfB II in dieser Saison. 1860 München glich durch Kapitän Thore Jacobsen aus (68.). In der Schlussphase hatte der VfB II noch genügend Möglichkeiten, das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Doch erst vereitelte Münchens Keeper Marco Hiller eine Eins-gegen-Eins-Situation gegen den eingewechselten Mo Sankoh (80.), dann verzog der ebenfalls frische Eliot Bujupi knapp (89.) und auch Leo Münst ließ seine gute Möglichkeit verstreichen. Daher blieb es beim 1:1, bei dem für den VfB mehr drin gewesen wäre.
VfB Stuttgart II Seimen – Amaniampong, Chase, Nothnagel, Meyer (62. Schumann) – Mack (74. Münst), Di Benedetto (62. Nartey), Ulrich – B. Boakye, Kastanaras (74. Sankoh), Malanga (87. Bujupi).