Auf das Pokalfinale fiebern die Fans des VfB Stuttgart ja schon seit Wochen hin. Genauer: seit dem 2. April, als das Team von Trainer Sebastian Hoeneß durch einen 3:1-Sieg im Halbfinale gegen RB Leipzig den Einzug ins Endspiel perfekt machte. Seitdem standen zwar noch einige Bundesliga-Partien auf dem Programm, das bestimmende Thema in der Stadt war und ist aber das Finale gegen Arminia Bielefeld an diesem Samstag (20 Uhr/Liveticker).
Auch die VfB-Profis erleben das, wenn sie in der Stadt unterwegs sind. Stürmer Ermedin Demirovic zum Beispiel, der betont: „Du kriegst es mit seit Tag eins mit, seit wir uns im Halbfinale gegen Leipzig qualifiziert haben. Es war noch Ligaalltag, aber alle haben über das Finale gesprochen.“
Im Austausch mit den Fans gehe es folglich auch fast ausschließlich um das Endspiel. „Du hörst nur: Finale, Berlin, ich bin dabei, ich habe zwar keine Karten, ich komm trotzdem“, so Demirovic, der mit diesen Erfahrungen in der Mannschaft nicht alleine ist. Auch Torhüter Fabian Bredlow, selbst gebürtiger Berliner und damit vor einem besonderen Abend am Samstag, betont: „Wenn ich die letzten Tage von jemandem gesehen oder angesprochen wurde, war das immer im Mittelpunkt. Als ich mit dem Hund draußen war, kam mir jemand entgegen und hat gerufen: Aber Samstag holt ihr das Ding“, so der Torhüter: „Da merke ich schon, dass da jetzt die ganze Stadt in Aufruhr versetzt wurde und dass alle dem Spiel entgegenfiebern.“
Demirovic leitet aus dieser Euphorie auch eine Verpflichtung ab: „Du merkst schon, wie riesig das für die Stadt und den Verein ist. Wir wollen das Ding nicht nur für uns mit nach Hause nehmen. Auch die Fans haben verdient, so einen Pokal feiern zu dürfen, Deswegen werden wir alles daran setzen.“ Am Samstagabend wird dann Gewissheit herrschen, ob der Pokal auch wirklich nach Stuttgart kommt.