Nach Abschluss der Bundesliga-Saison bietet sich ein Blick auf die Fairplay-Wertung an. Beide Tabellenenden werden angeführt von bayrischen Clubs.

In den Köpfen vieler VfB-Fans dreht sich alles immer noch um das DFB-Pokal-Finale am vergangenen Samstag. Der Titelgewinn scheint ein helles Licht über die in Teilen durchwachsene Ligaphase, in der nur Platz neun für den Club heraus kam. Auch in puncto Fairness mussten die Cannstatter in dieser Saison einige Plätze einbüßen.

 

So werden die Karten gewertet

Für die Ermittlung der Fairplay-Tabelle gibt es ein Punktesystem. Dabei erhält ein Team für eine Gelbe Karte einen Punkt, für eine Gelb-Rote Karte drei Punkte und für eine glatt Rote Karte fünf Punkte. Heißt: Das Team mit den wenigsten Punkten führt die Tabelle an. Bei Punktgleichheit hat das Team mit weniger Platzverweisen die Nase vorn.

Der Vizemeister der Vorsaison belegte in der Fairplay-Wertung des vergangenen Jahres ebenfalls den zweiten Platz. In der abgelaufenen Saison sammelte der VfB 15 Karten mehr als im Vorjahr, was zu ganzen 81 Punkten und Platz elf führt.

Bayrische (Un)Fairness

Der FC Bayern München kann seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen und ist mit 53 Punkten erneut die fairste Mannschaft der Bundesliga. Das größte Kartenhaus kann der FC Augsburg bauen, dessen Spieler 72-mal den gelben Karton sahen und fünfmal das Feld vorzeitig verlassen mussten – zuletzt Samuel Essende am 33. Spieltag nach seinem groben Einsteigen gegen Angelo Stiller vom VfB. Mit 93 Punkten bilden die Fuggerstädter das Schlusslicht der Tabelle.