In gut einer Woche beginnt es, das Abenteuer Champions League. Zum Auftakt der Hauptrunde tritt der VfB Stuttgart am 17. September bei Real Madrid an – und wird von etlichen Fans in die spanische Hauptstadt begleitet werden: Die Zahl der Interessierten überstieg jene der verfügbaren Karten um ein Vielfaches, was auch bei den weiteren drei Auswärtspartien bei Juventus Turin (22. Oktober), Roter Stern Belgrad (27. November) und Slovan Bratislava (21. Januar) nicht anders sein dürfte. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur geplanten Vergabe der Auswärtstickets in der Königsklasse.
Wie viele Bewerbungen gab es für das Madrid-Spiel?
Wie der VfB auf Nachfrage mitteilt, ging eine extrem hohe Anzahl an Anfragen aus den offiziellen Fanclubs für die Partie im Estadio Bernabeu beim Verein ein. Darüber hinaus haben sich im Mitgliederverkauf mehr als 20 000 Personen um eines der Tickets beworben. In Summe bedeutet das, dass die Zahl der Anfragen mehr als zehnmal höher lag als die Zahl der verfügbaren Karten. Der VfB hat aus Madrid 3840 Tickets erhalten, was der Mindestvorgabe des europäischen Fußballverbands Uefa von fünf Prozent der Gesamtkapazität entspricht.
Wie ist die Vergabe für die weiteren drei Auswärtsspiele geplant?
Es soll dasselbe Verfahren durchgeführt werden wie zuletzt beim Real-Spiel oder auch bei Bundesliga-Auswärtspartien. Das bedeutet: Erstens können die 400 Inhaber einer Auswärtsdauerkarte ihr Ticket buchen, zweitens erfolgt eine Zuteilung an die Fanclubs und die aktive Fanszene durch die Fanbetreuung des VfB, in einem dritten Schritt dann ein Losverfahren unter Mitgliedern. Aber: Ob Letzteres bei allen Auswärtsspielen der Champions League wirklich angeboten werden kann, ist noch offen – und abhängig von der Höhe des Gästekontingents.
Der Hintergrund: Der VfB versucht bei allen Auswärtsspielen, vom jeweiligen Heimverein zusätzliche Kontingente über die obligatorischen fünf Prozent hinaus zu bekommen – schätzt das aber als „nahezu ausgeschlossen“ ein. Bleibt es wie zu erwarten bei den fünf Prozent, wird die Zahl der Gästetickets auf Grundlage der Stadiongröße für das Spiel bei Juventus Turin rund 2000 betragen, bei Roter Stern Belgrad 2700 und bei Slovan Bratislava nur etwas mehr als 1000. Gerade in letzterem Fall könnte es deshalb keinen Mitglieder-Verkauf geben, die Entscheidung hierüber steht aber noch aus.
Werden die Karten in Papierform oder digital ausgegeben?
Das steht für die drei verbleibenden Auswärtsspiele in der Königsklasse nach der Madrid-Partie noch nicht fest – und liegt auch nicht im Zuständigkeitsbereich des VfB. Einzig der Heimverein entscheidet, ob die Karten in digitaler oder gedruckter Form an den Gastverein weitergegeben werden. Das gilt übrigens ebenso für die Frage, ob die Tickets personalisiert werden müssen und ob entsprechende Kontrollen am Einlass stattfinden. Eine Überraschung wäre das aber sicher nicht.
Gibt es einen Bewerbungsstopp für Mitglieder, die Real-Tickets bekommen haben?
Nein. Wer beim Losverfahren für die Partie in Madrid zum Zug gekommen ist, kann sich auch für weitere Auswärtsspiele in der Champions League wieder bewerben. Man habe sich bewusst dazu entschieden, die Auslosungen unabhängig voneinander durchzuführen, teilt der VfB mit. Damit habe jedes Mitglied bei jedem Spiel dieselben Chancen, unabhängig vom Gegner oder von der Attraktivität der Begegnung.