VfB Stuttgart in der Europa League Demirovic geht es zu viel um die Stimmung im Celtic Park
Die Stuttgarter stehen in den Play-offs vor einem besonderen Spiel in Glasgow. So sieht das auch der Stürmer, der aber ebenso Kritisches anmerkt.
Die Stuttgarter stehen in den Play-offs vor einem besonderen Spiel in Glasgow. So sieht das auch der Stürmer, der aber ebenso Kritisches anmerkt.
Viel ist in den vergangenen Tagen von der Stimmung im Celtic Park die Rede gewesen. Besonders, außergewöhnlich, energiegeladen. Trainer und Spieler des VfB Stuttgart haben voller Vorfreude von der Atmosphäre bei Celtic Glasgow geschwärmt. Aus eigener Erfahrung oder aus Erzählungen. Auch Ermedin Demirovic, den das Stadion des schottischen Traditionsclubs bereits als Kind vor dem Fernseher fasziniert hat, gehört zu den Begeisterten. Jetzt läuft der Stürmer des Fußball-Bundesligisten an diesem Donnerstag (21 Uhr/RTL) in der Europa-League-Zwischenrunde erstmals in der altehrwürdigen Spielstätte auf. Allerdings will er den Geist des Celtic Parks nicht zu hoch hängen.
„Es ist schon etwas Besonderes hier. Das spürt man, wenn man das Stadion und die Kabinen betritt“, sagt Demirovic. Der 27-Jährige betont jedoch auch: „Wir müssen alle Einflüsse von außen ausblenden.“ Wichtiger sei es, das eigene Spiel durchzusetzen, um in das Achtelfinale einzuziehen. Denn vor dem Play-off-Hinspiel ging es dem Angreifer zu viel um die Stimmung – und zu wenig um die sportlichen Aspekte der Begegnung. Zumal die Celtic-Fans zurzeit auf Protest gebürstet sind. Ihr Club ist ihnen nicht gut genug. Mit der 73-jährigen Trainerlegende Martin O’Neill versuchen sie nun vollends die Wende zum Positiven hinzubekommen. Und die Spiele gegen die Stuttgarter sollen dazu dienen, die Anhängerschaft wieder komplett hinter sich zu vereinigen.
Die schottischen Experten rechnen deshalb mit einem Celtic-Sturmlauf zu Beginn – und der VfB will sich diesmal nicht von der Kulisse beeindrucken lassen. Trotz der Auswärtsschwäche auf internationaler Bühne. Denn wenn es laut auf den Rängen und körperbetont auf dem Rasen wurde, gingen eine Reihe von Partien in der Europa League verloren: in Basel, Istanbul und Rom. Der Elf von Chefcoach Sebastian Coach gelang jeweils auch kein Tor. „Jetzt ist das ein anderes Ding als während der Ligaphase“, sagt Demirovic, „und wir sind als Mannschaft zuletzt gewachsen.“ Stabiler zum einen präsentiert sich der Bundesligavierte, effizienter zum anderen. Jetzt gilt es, sagt Demirovic, diese Qualitäten in der K.-o.-Phase des Europapokals zu zeigen – unabhängig von der elektrisierenden Atmosphäre im Celtic Park.