In Wolfsburg ist Sebastian Hoeneß mit seiner Offensivreihe ein Überraschungscoup gelungen. Doch gegen Fenerbahce drängen sich Alternativen auf.

Sport: Carlos Ubina (cu)

Theoretisch muss Sebastian Hoeneß im Angriff nichts verändern. Der Trainer des VfB Stuttgart kann, nachdem Nikolas Nartey für die Europa League nachgemeldet wurde, die gleiche Stürmerreihe aufbieten wie am vergangenen Samstag beim 3:0-Sieg in Wolfsburg.

 

Denn da lief der Däne überraschend auf – neben Tiago Tomas und Bilal El Khannouss, die erwartungsgemäß zu den Offensivkräften zählten. „Wir hatten keine fixen Positionen, waren sehr dynamisch und haben die Abwehr des Gegners in Bewegung gehalten“, sagt Tomas zur Erfolgsformel in der Fußball-Bundesliga.

Vorsicht ist geboten

Wiederholt sich diese Herangehensweise nun an diesem Donnerstag (18.45 Uhr) bei Fenerbahce Istanbul? Manches spricht dafür, da der VfB überzeugend gespielt hat. Doch Hoeneß wird seinen Trainerkollegen Domenico Tedesco mit dem gleichen Personal und einer unveränderten Grundordnung (3-4-3) nicht mehr überraschen. Außerdem ist bei Nartey aufgrund seiner Verletzungshistorie Vorsicht angebracht.

Ermedin Demirovic fehlt in Istanbul. Foto: Pressefoto Baumann

Ein zweiter Startelf-Einsatz innerhalb weniger Tage könnte zu viel für seinen Körper sein. Bleibt also die Frage, wie sich der VfB-Coach für die Europapokal-Begegnung im Şükrü-Saracoğlu-Stadion entscheidet, um den Ausfall von Mittelstürmer Ermedin Demirovic praktisch zu kompensieren.

Als erste Alternative für den Angriff steht Deniz Undav zur Verfügung. Nach wochenlanger Verletzungspause hat er zuletzt in der Volkswagen-Arena wieder Spielminuten gesammelt – und der 29-Jährige drängt zurück in die Mannschaft. Zudem besteht die Hoffnung, dass Jamie Leweling nach Adduktorenproblemen wieder stürmen kann. Badredine Bouanani und Chris Führich sind weitere Optionen für die Offensive. Da darf nicht nur Tedesco gespannt sein, welche Stürmer Hoeneß am Bosporus auf den Platz schickt.