Im Januar tritt der VfB im Olympiastadion von Rom an, wo schon Deutschland 1990 Weltmeister wurde. Foto: imago/HochZwei/Syndication
Für das Rom-Spiel erhalten VfB-Mitglieder so viele Karten wie bei keiner anderen Partie der Ligaphase – auch, weil sich die Anzahl nicht durch eine Pufferzone reduziert. Die Zahlen.
Das letzte Auswärtsspiel der Ligaphase führt den VfB Stuttgart in die italienische Hauptstadt. Am 22. Januar (21 Uhr) gastiert der Bundesligist in der Europa League beim Traditionsclub AS Rom – und wird wieder von Tausenden Fans begleitet werden. Schon jetzt ist absehbar: Wenn an diesem Mittwoch um 9 Uhr der Mitgliederverkauf für die Partie beginnt, dürfte der Online-Ticketshop erneut stark frequentiert sein.
Die gute Nachricht dabei: Da das Olympiastadion in Rom mit insgesamt 72 698 Plätzen über die mit Abstand größte Kapazität aller vier Auswärts-Spielorte des VfB in der Ligaphase verfügt, ist auch das offizielle Kontingent entsprechend höher als in den anderen Partien. Die Stuttgarter werden dabei aus Rom die vollen fünf Prozent der Gesamtkapazität an Eintrittskarten erhalten, die der europäische Fußballverband Uefa in seinen Regularien vorsieht. Zuletzt im Spiel bei Fenerbahce Istanbul war das anders gewesen, als sich die Zahl aufgrund einer Pufferzone zwischen Heim- und Gastbereich von 2500 auf 2300 reduzierte.
Die bisherigen Heimspiele von AS Rom waren nicht ausverkauft
Für das Spiel in Rom hat das nun ein Kontingent von rund 3600 Karten zur Folge. Davon gehen zwischen 65 und 75 Prozent an die Offiziellen Fanclubs und die Inhaber einer Auswärtsdauerkarte – womit zwischen 25 und 35 Prozent für den Mitgliederverkauf bleiben. Und damit rund 1000 Karten.
Beim bislang letzten internationalen Auswärtsspiel unterlagen Deniz Undav und der VfB mit 0:1 bei Fenerbahce Istanbul. Foto: Baumann / Michael Treutner
Da jedes Mitglied bis zu zwei Tickets erwerben kann, dürften folglich die ersten 500 in der virtuellen Warteschlange am Mittwochvormittag zum Zug kommen – und womöglich noch einige mehr, sollten manche Mitglieder nur eine Karte kaufen. Die Zahl zeigt zugleich: Trotz des größeren Kontingents ist angesichts einer Mitgliederzahl von inzwischen 126 000 auch dieses Mal damit zu rechnen, dass viele Interessierte leer ausgehen – selbst, wenn sich nur ein Bruchteil der Mitglieder bewerben sollte.
Nun gäbe es ja theoretisch noch die Möglichkeit, sich um Karten außerhalb des Gästebereichs zu bemühen – zumal die bisherigen Heimspiele der Römer in der Europa League gegen Viktoria Pilsen (52 000) und OSC Lille (61 000) nicht ausverkauft waren. Hierzu veröffentlichte der VfB aber unlängst eine ausdrückliche Warnung: „Laut dem Heimverein sind Gästefans außerhalb des offiziellen Gästebereichs nicht zugelassen. Von einem Ticketkauf in anderen Stadionbereichen wird ausdrücklich abgeraten.“
Wie schon beim Auswärtsspiel bei Fenerbahce Istanbul ist wieder eine gemeinsame organisierte Anreise vom Fan-Treffpunkt zum Gästebereich geplant – voraussichtlich mit Bussen. Ein Stadionbesuch werde nur möglich sein, so der VfB, „wenn man sich am offiziellen Meeting Point in der Innenstadt einfindet. Laut Heimverein ist eine individuelle Anreise nicht möglich.“ Detaillierte Informationen sollen in den Wochen vor dem Spiel folgen.