VfB Stuttgart Junge Kicker sollen zu Persönlichkeiten reifen

Von Jan Sellner 

Die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank unterstützt die Bildungsarbeit des VfB Stuttgart in einem ersten Schritt mit 225 000 Euro.

Unterstützung für den VfB-Nachwuchs: VfB-Bildungsbeauftragter Oliver Otto, Sparda-Stiftungsratsvorsitzender Martin Hettich, VfB-Nachwuchsleistungszentrum-Direktor Thomas Hitzelsperger und Sparda-Marketing-Chef Andreas Küchle (von links). Foto: StZ
Unterstützung für den VfB-Nachwuchs: VfB-Bildungsbeauftragter Oliver Otto, Sparda-Stiftungsratsvorsitzender Martin Hettich, VfB-Nachwuchsleistungszentrum-Direktor Thomas Hitzelsperger und Sparda-Marketing-Chef Andreas Küchle (von links). Foto: StZ

Stuttgart - Alle wollen Profis werden, doch nicht für alle Jugendlichen, die derzeit beim VfB Stuttgart ausgebildet werden, wird sich dieser Traum erfüllen. Zu groß ist die Konkurrenz, zu eng der Flaschenhals, der zum Profifußball führt.

Was jedoch alle VfB-Schüler erreichen können, ist eine gründliche schulische Ausbildung. Dazu will auch die Sparda-Bank Baden-Württemberg mit ihrer Stiftung Bildung und Soziales beitragen. Martin Hettich, Stiftungsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank, überreichte dem früheren Nationalspieler und heutigen Direktor des VfB-Nachwuchsleistungszentrums, Thomas Hitzlsperger, dieser Tage eine Förderurkunde über 225 000 Euro. Mit dieser Spende will die Stiftung der Bank die „ganzheitliche Ausbildung“ der jungen VfB-Kicker unterstützen. „Es ist uns ein großes Anliegen, Nachwuchstalenten eine umfassende Bildung zu ermöglichen“, sagte Hettich anlässlich der Übergabe.

Talente sollen auch jenseits des Rasens eine gute Ausbildung erhalten

Seit Langem investiert der VfB Stuttgart auch jenseits des Fußballplatzes in die Ausbildung seiner jungen Talente. 2007 wurde eine Jugendakademie eröffnet. Zwei Jahre später kam ein Teilzeit-Internat hinzu. Seit vergangenem Jahr kooperiert der VfB Stuttgart mit der Kolping-Akademie in Fellbach, die verschiedene Schulabschlüsse anbietet. Derzeit arbeitet der Verein nach Auskunft von Pressesprecher Tobias Herwerth daran, die verschiedenen Bildungsaktivitäten des Vereins in einer Art Campus-Lösung zu bündeln. Oliver Otto, der beim VfB für Bildung und Erziehung zuständig ist, beschreibt das Anliegen des Vereins so: „Es ist unser Ziel, dass die Spieler neben der sportlichen Förderung auch im schulischen Bereich eine Top-Ausbildung erhalten. In unsrem Ausbildungskonzept ist das Zusammenspiel von Bildung-, Leistungs- und Persönlichkeitsentwicklung ein zentrales Element.“

Aktuell erhalten beim VfB 85 Heranwachsende eine regelmäßige schulische Betreuung. Von persönlichkeitsbildenden Maßnahmen profitieren mannschaftsübergreifend rund 100 der Nachwuchsspieler im Alter zwischen 15 und 19 Jahren. Dazu gehört beispielsweise ein Besuch in der Vesper­kirche.

Hitzlsperger: Nachwuchsförderung weiter optimieren

Die Unterstützung durch die Sparda-Stiftung ist beim VfB hochwillkommen. „Wir sind dafür sehr dankbar. Damit können wir unsere Nachwuchsförderung weiter optimieren“, sagte Hitzlsperger. Zumal die Stiftung die ganzheitliche Ausbildung der jungen Kicker auch in Zukunft fördern will. Der VfB profitiert dabei von seiner neuen Organisationsstruktur: „Durch die Trennung der Profi- und Vereinsarbeit kam für uns ein Stiftungsengagement im Verein überhaupt erst in Betracht“, sagte der Vorsitzende Martin Hettich.

Die Stiftung Bildung und Soziales, eine von vier Stiftungen der Sparda-Bank, hat sich zum Ziel gesetzt, soziale Einrichtungen und Projekte zu unterstützen, die sich um Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung kümmern. Schwerpunkt sind dabei die Förderung gesunder Ernährung, die Vermittlung von Medienkompetenz und innovative Lernmethoden.

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