VfB Stuttgart Kurzes Comeback – warum Nikolas Nartey nach 30 Minuten vom Feld ging

Startelf nach zwei Monaten Pause: Nikolas Nartey Foto: imago/HMB-Media

Gleich drei VfB-Spieler werden bei Waldhof Mannheim bis zur Pause ausgewechselt – aus unterschiedlichen Gründen. Trainer Markus Fiedler erklärt die Entscheidungen.

Sport: David Scheu (dsc)

Er nimmt den nächsten Anlauf: Immer wieder wurde Nikolas Nartey von Verletzungen ausgebremst, nun gab er am Sonntag nach zwei Monaten Pause (Oberschenkelprobleme) sein Comeback im Spiel der U 21 des VfB Stuttgart bei Waldhof Mannheim (0:0). Dabei stand der zentrale Mittelfeldspieler im wichtigen Kellerduell der dritten Liga direkt in der Anfangsformation – ging aber in der 31. Minute schon wieder vom Feld. Ein verletzungsbedingter Rückfall? Nein, Trainer Markus Fiedler gab nach dem Spiel Entwarnung: „Das war vorab besprochen.“ Ein erster Schritt also mit einer halben Stunde Spielpraxis auf dem Weg zurück.

 

Dass der Däne trotz der kurzen anvisierten Einsatzzeit von Beginn an spielte, lag in strategischen Überlegungen begründet. In zweiten Mannschaften dürfen maximal drei Spieler gleichzeitig auf dem Feld stehen, die älter als 23 Jahre sind. Nartey (25) fällt darunter – und man wollte auf Nummer sicher gehen mit Blick auf den weiteren Spielverlauf: „Wenn Niko eingewechselt worden wäre, hätte er für einen Ü-23-Spieler kommen müssen“, erläuterte Fiedler, „wenn dann je irgendetwas bei ihm passiert wäre nach der langen Zeit, dann hätten wir den einen Erfahrenen nicht mehr dazu wechseln können.“

Muskuläre Probleme bei Benjamin Boakye

So standen neben Nartey zu Beginn noch die beiden Innenverteidiger Alexander Groiß (26) und Dominik Nothnagel (30) als Ü-23-Spieler auf dem Feld – ehe Nicolas Sessa (29) für Nartey kam. In seinen 30 Minuten agierte Nartey dabei unauffällig, aber fehlerfrei im Passspiel. Viele Zweikämpfe musste er nicht führen. „Für einen Spieler, der keinen Rhythmus hatte, hat er sich sowohl im Training als auch im Spiel gut eingefügt“, sagte Fiedler, der in Mannheim noch zweimal verletzungsbedingt bis zur Pause wechseln musste.

Flügelstürmer Benjamin Boakye ging in der 40. Minute mit muskulären Problemen vom Feld, eine Diagnose steht noch aus. „Er hat um Auswechslung gebeten“, sagte Fiedler. Außenverteidiger Michael Glück bekam einen Schlag auf das Sprunggelenk und blieb zur Pause in der Kabine. „Da wollten wir auf Nummer sicher gehen“, sagte Fiedler, „das war eher eine Sicherheitsmaßnahme.“

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