Sportvorstand des VfB im Interview Michael Reschke: „Ich muss meine Entscheidungen kritisch hinterfragen“

Von hh 

Der VfB-Sportvorstand gibt im Gespräch mit unserer Redaktion Fehler zu und bekräftigt, dass der VfB den eingeschlagenen Weg mit jungen Spielern weitergehen wird.

VfB-Sportvorstand Michael Reschke hinterfragt sich kritisch. Foto: Baumann
VfB-Sportvorstand Michael Reschke hinterfragt sich kritisch. Foto: Baumann

Stuttgart - Er hat beim Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart im vergangenen Sommer für 35 Millionen Euro sechs neue Spieler verpflichtet – bisher ohne durchschlagenden Erfolg. Also gesteht der VfB-Sportvorstand Michael Reschke im Interview mit der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten eigene Fehler ein: „Mein größter Kritiker bin ich selbst. Und wenn sich Transfers und Ideen nicht so entwickeln, wie wir uns das vorstellen, dann nagt das natürlich an mir“, sagt der 61-Jährige angesichts von Tabellenplatz 16 in der Fußball-Bundesliga: „Trotzdem kann ich auch dank meiner Erfahrung in diesem Geschäft damit umgehen.“

Reschke hinterfragt seine Entscheidungen

Dass der VfB mit lediglich zwölf geschossenen Toren vor Beginn der Rückrunde auf dem Relegationsplatz steht, das lässt auch Reschke nicht kalt: „Wenn wir alles richtig gemacht hätten, hätten wir mehr Punkte. Es ist doch klar, dass ich somit auch meine eigenen Entscheidungen sehr kritisch hinterfragen muss“, sagt der Stuttgarter Manager, der inzwischen seit 18 Monaten beim VfB arbeitet.

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Obwohl mit Marc Oliver Kempf erst ein Neuzugang nach längerer Verletzungspause zu Saisonbeginn überzeugen konnte, bleibt Michael Reschke dabei: „Den Kurs mit den jungen, talentierten Spielern werden wir beibehalten. Und es ist falsch, den Daumen über junge Toptalente wie Nicolas Gonzalez, Borna Sosa oder Pablo Maffeo zu früh zu senken“, sagt der Manager: „In einer stabilen Mannschaft hätten sie sicher reibungsloser integriert werden können.“

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Ein großer Teil der Millionen aus der Ausgliederung sind bereits ausgegeben. Doch sportlich steht der VfB mal wieder dicht am Abgrund. Das ist keine Erfolgsstory. „Nein, sondern eine Zustandsbeschreibung“, erklärt Reschke: „Die ist zu korrigieren, keine Frage. Aber abgerechnet wird in der Bundesliga erst nach 34 Spieltagen. Natürlich ist die Hinrundenbilanz für alle und auch für mich total unbefriedigend.“

Das komplette Interview mit Michael Reschke lesen sie ab Samstag, 8 Uhr, auf unserem Portal.