VfB Stuttgart Mittelstädt über seinen Torjubel, Überstunden im Training und die DFB-Elf
„Es ist schon krass“: Die Linksverteidiger spricht nach der Partie gegen Maccabi Tel Aviv über 100 Pflichtspiele für den VfB und setzt sich bereits neue Ziele.
„Es ist schon krass“: Die Linksverteidiger spricht nach der Partie gegen Maccabi Tel Aviv über 100 Pflichtspiele für den VfB und setzt sich bereits neue Ziele.
Er war einer der auffälligsten Akteure beim 4:1 gegen Maccabi Tel Aviv: Maximilian Mittelstädt gewann Zweikämpfe, schaltete sich nach vorne ein und traf vom Elfmeterpunkt – und das alles in seinem 100. Pflichtspiel für den VfB Stuttgart. Nach dem erfolgreichen Abend blickte der Linksverteidiger zurück und voraus. Maximilian Mittelstädt über…
… das Elfmeter-Tor: „Es sieht immer einfach aus so ein Elfmeter. Aber klar ist es in dem Moment auch Druck und vor 60.000 Zuschauern nicht so einfach. Ich habe noch nicht so viele Elfer in meiner Karriere geschossen, aber zuletzt im Training viel geübt. Ich versuche, nach jedem Training ein paar Elfmeter zu nehmen.“
… die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen beim Maccabi-Spiel: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich den Spieltag gar nicht so anders wahrgenommen habe. Wir hatten einen normalen Ablauf. Klar, auf dem Weg ins Stadion war ein bisschen mehr Polizeiaufgebot und du hast im Vorfeld natürlich mitbekommen, dass verschärfte Sicherheitsmaßnahmen gelten.“
… den Torjubel für seine Frau Lea: „Den Jubel habe ich ja im Spiel gegen Augsburg (3:2) schon mal gemacht. Am Abend vorher saß ich mit meiner Frau am Esstisch, da hat sie zu mir gesagt: Schau mal, die anderen Spieler machen immer so süße Gesten für ihre Frauen, wenn sie ein Tor schießen. Ich habe gesagt: Schatz, ich mache ja nicht so oft ein Tor, aber wenn ich das nächste Mal eins mache, mache ich ein L für dich. Das war dann direkt am nächsten Tag gegen Augsburg und jetzt gegen Maccabi wieder. Es hat sich eingefleischt als Torjubel, meine Frau hat sich sehr gefreut.“
… die Lage in der Europa League: „Wir wollen jetzt auch die beiden letzten Spiele der Ligaphase gewinnen und haben auch die Qualität dazu. Wir wollen auf jeden Fall in die Top 8 und uns zwei weitere Spiele in den Play-offs ersparen. Es wäre gut, wenn wir das umgehen würden, um etwas mehr Ruhe zu haben und Energie zu tanken.“
… die Nationalelf: „Es war eine gute Leistung, ein Tor und eine Vorlage tun immer gut. Ob es jetzt eine Bewerbung war? Ich muss Woche für Woche meine Leistungen bestätigen. Bis zum nächsten Nationalmannschaftslehrgang ist es noch ein bisschen Zeit. Da heißt es für mich bis März jetzt einfach Gas zu geben und Leistung zu bringen. Ich will alles versuchen und dem Bundestrainer zeigen, dass ich dabei sein will. Die WM ist noch ein halbes Jahr, das hört sich vielleicht noch lang an, aber im Fußball geht’s ganz schnell.“
… 100 Pflichtspiele für den VfB: „Es ist schon krass. Klar hätte ich nicht gedacht, dass es so wird wie es geworden ist. Das macht mich natürlich stolz, was wir hier schon erreicht haben (Vizemeisterschaft und Pokalsieg, Anm. d. Red.). Aber ich hoffe, dass da noch einiges dazu kommt. Es soll noch nicht das Ende gewesen sein, sondern erst der Anfang.“