VfB Stuttgart Nico Willig zieht Bilanz – und blickt auf seine Zukunft

Seit 2018 Trainer der U 19 des VfB: Nico Willig Foto: Pressefoto Baumann

Hinter der U 19 des VfB liegt eine besonders emotionale Saison. Trainer Nico Willig spricht über Positives wie Negatives – und seine Vertragssituation.

Sport: David Scheu (dsc)

Seit dem vergangenen Wochenende ist die Saison für die U 19 des VfB Stuttgart beendet – und das früher als geplant durch das Aus im Achtelfinale um die deutsche Meisterschaft gegen den 1. FC Köln nach Verlängerung. Es war das bittere Ende einer Spielzeit, die ja eigentlich voller positiver Highlights steckte. Vor allem in der Youth League sorgte das Team für Aufsehen und erlebte Dinge, auf die mancher Profi in seiner Karriere vergeblich wartet: den Sieg gegen den FC Liverpool, die Auswärtsreise zu Sporting Lissabon, das Viertelfinale gegen den FC Barcelona (1:2) vor 10 000 Zuschauern.

 

Auf all das verweist auch Trainer Nico Willig in seinem Fazit: „Es war eine extrem emotionale Saison. Wir hatten viele positive Erlebnisse und Highlights.“ Diese seien der Mannschaft aber nicht geschenkt worden – „wir haben sie uns erspielt“. Zugleich gehören für Willig auch die beiden Negativerlebnisse zur Gesamtbetrachtung: das Aus gegen Barcelona in der Youth League und das Aus gegen Köln in der Meisterschaft: „Die Nackenschläge in den beiden K.-o.-Spielen werden genauso in Erinnerung bleiben. Das tut weh, weil sogar noch mehr möglich gewesen wäre.“

Einige Spieler aus der U 19 schnupperten schon Profi-Luft

Denn: Viele Spieler haben in diesem Jahr einen Schritt nach vorne gemacht, manche sogar schon Profi-Luft in Trainingseinheiten und Testspielen geschnuppert. Stürmer Eliot Bujupi (18) zum Beispiel, der bereits ein A-Länderspiel für den Kosovo absolvierte. Oder Mittelfeldspieler Lauri Penna (18), der im Januar seinen Vertrag verlängerte und kommende Saison für die U 21 des VfB auflaufen soll.

Auch Willig sieht einen Entwicklungsprozess seiner Mannschaft im Verlauf der Saison: „Die Jungs haben enorm an Selbstvertrauen gewonnen und Zutrauen in ihre fußballerischen Qualitäten entwickelt.“ Wohin das führt? Das lässt sich kaum verlässlich prognostizieren, der Weg zum festen Platz im Profifußball ist erfahrungsgemäß ein steiniger.

Offen ist auch noch die Zukunft von Willig. Das Arbeitspapier des Trainers gilt auch für die kommende Saison – völlige Klarheit herrscht aber noch nicht. „Ich habe Vertrag für die kommende Saison“, sagt Willig, „ein Gespräch steht aber noch aus. Das werden wir in den kommenden Wochen angehen.“ Der 44-jährige Fußballlehrer ist seit 2016 im Nachwuchsbereich des VfB tätig und dabei seit 2018 für die U 19 verantwortlich.

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