VfB Stuttgart Keine Notkäufe

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„Wir werden jetzt aber nicht in Panik verfallen“, sagt Bobic, „wir schauen uns um, wollen aber keine Notkäufe tätigen.“ Seine Gedanken spinnt der Manager dabei in alle Richtungen. Ein Leihgeschäft wie in der vergangenen Rückrunde mit dem Wolfsburger Felipe ist genauso möglich wie die Verpflichtung eines gestandenen Profis aus dem Ausland. Sofort zu haben wäre ein Alexander Madlung, weil arbeitslos.

Mehr Stabilität und weniger Nachlässigkeiten wünscht sich natürlich auch Labbadia. „Wir haben zu einfache Gegentore kassiert“, sagt der Trainer. Wobei beim ersten Gegentreffer durch Nicolai Müller der VfB-Linksverteidiger Gotoku Sakai die Fehlerkette auslöste. Beim dritten Mainzer Tor (wieder durch Nicolai Müller) offenbarte sich die sogenannte Schnittstelle im Zentrum als klaffende Lücke, und zuvor hatte der Ex-Stuttgarter Shinji Okazaki aus einer Abseitsposition heraus getroffen.

„An den Umstellungen in der Abwehr lag das jedoch nicht“, sagt Bobic. Wenn­gleich diese nach Tascis Auswechslung einer schwäbischen Versuchsanordnung glichen. Konstantin Rausch kam ins Spiel und übernahm die linke Seite von Sakai, der nach rechts wechselte. Von dort rückte Daniel Schwaab nach innen zu Röcker.

Das ergab einigen Abstimmungsbedarf, wobei Schwaab mit seiner Flexibilität bisher die Konstante darstellt. Er lieferte innen wie außen eine solide Vorstellung ab. Gut möglich also, dass er weiter in der Innenverteidigung aufläuft. Ein Problem ist das nicht. „Ich bin das gewohnt, weil ich zuletzt in Leverkusen meistens innen gespielt habe“, sagt Schwaab und blickt nach dem Deckungsdurcheinander in Mainz weiter. Die Bayer-Elf kommt am Samstag und Schwaab weiß: die schnellen Stürmer seines ehemaligen Clubs werden die VfB-Abwehr wieder vor Zerreißproben stellen.