VfB Stuttgart Pavard – Ein Kandidat für den VfB?

Von Gregor Preiß 

Es scheint ein gutes Wochenende zu werden für den VfB Stuttgart. Erst die Neuverpflichtung Takuma Asano, dann der 2:1-Erfolg in Sandhausen – und jetzt deutet sich eine weitere Verstärkung auf dem Cannstatter Wasen an.

Kommt der Franzose Benjamin Pavard (links) vom OSC Lille zum VfB Stuttgart? Foto: dpa
Kommt der Franzose Benjamin Pavard (links) vom OSC Lille zum VfB Stuttgart? Foto: dpa

Stuttgart - Es fällt schwer, in Jos Luhukays Mimik so etwas wie Freude, Erleichterung, oder aber auch Ärger und Frust abzulesen. So bleibt es eine reine Mutmaßung, dass dem Trainer des VfB Stuttgart nach dem 2:1-Auswärtserfolg beim SV Sandhausen ein schwerer Stein vom Herzen gefallen ist. Viel hat nämlich nicht gefehlt, und seine Mannschaft hätte am Freitagabend einen sicher geglaubten 2:0-Vorsprung noch aus der Hand gegeben.

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Die Schlussoffensive der Kurpfälzer war nicht ohne, doch mit Glück und dem notwendigen Geschick in den letzten Zweikämpfen der hitzigen Partie brachte der Absteiger den Vorsprung ins Ziel. Weshalb er mit sechs Punkten aus drei Spielen und dem Erreichen der zweiten Runde des DFB-Pokals (auswärts bei Borussia Mönchengladbach) vor der Länderspielpause eine zumindest ordentliche erste Bilanz ziehen kann. „Das sieht doch gar nicht so schlecht aus“, murmelte Luhukay nach dem Auslaufen. „Auch wenn ich weiß, dass die Mannschaft noch besser spielen kann.“ Anlass zur Kritik bieten ihm die noch immer zu leichten Ballverluste, „die auszubügeln unnötig viel Energie kosten“, wie der Niederländer bemängelte. Dafür lobte er die „unglaubliche Mentalität“ seiner Mannschaft, die sich trotz der großen Hitze für keinen Laufweg und für keinen Zweikampf zu schade war.

Bedarf in der Innenverteidigung

Anders lässt sich in dieser Liga auch nicht bestehen; die, das machen die ersten Spiele deutlich, um einiges ausgeglichener sein dürfte als die Bundesliga. „Die Spiele sind sehr eng, das wissen wir. Und wir sind darauf vorbereitet, dass es auch in Zukunft so sein wird“, hat Luhukay bereits die folgenden Aufeinandertreffen mit dem 1. FC Heidenheim, dem 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig und dem VfL Bochum im Blick. Spätestens auf dem Betzenberg setzen die Verantwortlichen dann auf ihren japanischen Neuzugang Takuma Asana, der nach seiner Länderspielreise mit Japan erst noch eine gewisse Eingewöhnung benötigt. Eingeplant ist der 21-jährige Leihspieler vom FC Arsenal als klassische (zweite) Sturmspitze neben Simon Terodde. Damit wäre die Lücke im Angriff geschlossen. Gut möglich, dass sich bis zum Ende der Transferfrist am Mittwoch auch noch in den anderen Mannschaftsteilen etwas tut. Etwa in der Abwehr, die in Sandhausen gehobenen Zweitligaansprüchen nicht wirklich genügte. Ein heißer Anwärter ist der Franzose Benjamin Pavard vom OSC Lille. Der 20-jährige Innenverteidiger besitzt beim französischen Erstligisten noch einen Vertrag bis 2018 – die Franzosen scheinen einem Wechsel bei einer entsprechenden Ablöse nicht abgeneigt. Und der VfB? „Kein Kommentar“, sagte Sportvorstand Jan Schindelmeiser am Samstag nur, was sich nicht wie ein klares Dementi anhört. Für den Sportchef gilt dasselbe wie für seine Mannschaft: Er hat noch viel Arbeit vor sich.

VfB Stuttgart - 2. Bundesliga

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