VfB Stuttgart Seitenhieb vom Ex-Jugendchef Frieder Schrof

Frieder Schrof von RB Leipzig arbeitete 28 Jahre für den VfB Stuttgart. Foto: Baumann
Frieder Schrof von RB Leipzig arbeitete 28 Jahre für den VfB Stuttgart. Foto: Baumann

Frieder Schrof, Jugendchef von RB Leipzig, erklärt in einem Interview, warum ihm die Verbindung zwischen Profis und Nachwuchs wichtig ist – und teilt einen Seitenhieb gegen seinen Ex-Club VfB Stuttgart aus.

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Stuttgart - Zum Saisonende geht Frieder Schrof in Rente. 28 Jahre arbeitete er beim Stuttgart und entwickelte mehr als ein Dutzend A-Nationalspieler wie Mario Gomez oder Sami Khedira mit, ehe er 2013 mit seinem mittlerweile verstorbenen Kompagnon Thomas Albeck als Jugendchef zu RB Leipzig ging.

Schrof legt bei seinen Zöglingen großen Wert auf Etikette. Bei ihm gelten strenge Regeln: keine Tattoos, keine langen Haare. „Wir wollen, dass der Fußball und die Leistung im Vordergrund stehen. Und nicht Nebensächlichkeiten. Bei den Haaren ist es doch so: Wenn sich ein Spieler ständig die Haare aus dem Gesicht streichen muss, wie soll er sich dann auf Fußball konzentrieren?“, erklärt der 64-Jährige in einem „Bild“-Interview.

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Zudem verteilt er einen Seitenhieb, der wohl in Richtung seines Ex-Arbeitgebers VfB Stuttgart zielt. Als es darum geht, warum ihm eine enge Verbindung zwischen Profis und Nachwuchs wichtig ist, sagt er: „Es ist fürs Klima gut, wir gehören alle zusammen und alle einem Verein an. Und die Jugendspieler sollen erkennen, dass unsere Profispieler charakterlich einwandfreie Jungs sind. Daran sollen sie sich orientieren. Es gibt auch Vereine, die da nicht so viel Wert drauf legen. Da kommt dann schon mal von der Geschäftsführung ein Rundschreiben mit der Anweisung, dass Jugendspieler nicht beim Profitraining stehen bleiben und zuschauen sollen, wenn sie zum eigenen Trainingsplatz gehen, nach dem Motto: Das ist störend. So etwas ist unverständlich – wir machen das umgekehrt.“

Es gibt ein solches Schreiben mit Vorgaben an die Talente vom VfB Stuttgart. Darin ist unter anderem festgehalten, dass Nachwuchsspieler nicht beim Training der Lizenzspieler zum Zuschauen stehen bleiben dürfen. Wobei beim VfB in diesem Zusammenhang immer wieder betont wird, dass diese Regelung vor allem der besseren Organisation der Massenwanderung von Mannschaften im Spiel- und Trainingsbetrieb auf dem dichten VfB-Gelände dient und ansonsten auch in Stuttgart eine große Nähe zwischen Profis und Jugendspielern gewünscht und gegeben ist.




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