VfB Stuttgart Nicolas Gonzalez landet mit etwas Verspätung

Von Gregor Preiß 

Der VfB Stuttgart hat die Verpflichtung von Nicolas Gonzalez bekanntgegeben – der Argentinier ist damit der zweitteuerste Spieler der Vereinsgeschichte.

Nicolas Gonzalez ist beim VfB Stuttgart angekommen. Foto: Hinrichsen
Nicolas Gonzalez ist beim VfB Stuttgart angekommen. Foto: Hinrichsen

Stuttgart - Am Nachmittag hatten die Verantwortlichen von Atletica Argentinos Juniors endlich den Weg nach Bad Cannstatt gefunden. Mit einiger Verspätung war der argentinische Manager-Tross in Stuttgart gelandet, so dass sich die finale Unterzeichnung der Verträge hinzog.

Erst am frühen Abend konnte der VfB Stuttgart Vollzug vermelden. Nicolas Gonzalez wird in der kommenden Spielzeit für den Bundesligisten auf Torejagd gehen. 8,5 Millionen Euro sind dem VfB die Dienste des jungen Angreifers aus dem Land der Gauchos wert, was den 20-Jährigen nach dem Spanier Pablo Maffeo (Manchester City/neun Millionen Euro) zum zweitteuersten Transfer der Vereinsgeschichte macht. Gonzalez unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag. „Es ist eine große Ehre für mich, für diesen Verein zu spielen. Ich kann es kaum erwarten, mit der Mannschaft zu trainieren“, wurde Gonzalez zitiert. Am Mittwoch wird er erstmals mit seinen neuen Teamkollegen auf dem Trainingsplatz stehen.

Im Video spricht Michael Reschke über den VfB-Neuzugang Nicolas Gonzalez:

Zunächst keine Wunderdinge zu erwarten

Sportvorstand Michael Reschke sprach von einem „freudigen Tag für unseren Club“. Gonzalez’ Stärken brachte der 60-Jährige wie folgt auf den Punkt: schnell, technisch beschlagen und kopfballstark. Einzig die Torgefahr sei „ausbaufähig“. Allerdings dürfe man von dem Südamerikaner – nach Emiliano Insua, Santiago Ascacibar und Nicolas Sessa dem vierten Argentinier im weiß-roten Bunde – zunächst keine Wunderdinge erwarten. „Nicolas wird sicher nicht wie ein Komet am Himmel auftauchen“.

Ascacibar, der gleich in seiner ersten Spielzeit in Stuttgart als ebenfalls sehr junger Spieler auf Knopfdruck die Gegebenheiten der Bundesliga voll annahm, sollte nicht als Messlatte für Gonzalez dienen. Der Abräumer im defensiven Mittelfeld bildete diesbezüglich eher die Ausnahme von der Regel, die besagt: Ein halbes Jahr Eingewöhnungszeit für einen Spieler vom anderen Ende der Welt ist völlig normal. Über die Mentalität des flinken Stürmers mit der Rückennummer 22, der von den Fans schon als „Speedy Gonzalez“ gefeiert wird, müsse sich jedenfalls niemand sorgen, sagte Reschke. Über ein Jahr lang habe die Scouting-Abteilung den Neuzugang unter die Lupe genommen, um am Ende ganz sicher zu sein: Das passt.