VfB Stuttgart Timo Hildebrand wird nicht Mitglied des Präsidiums

Von dip 

Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart wählt am 14. Juli den Nachfolger für Thomas Hitzlsperger ins Vereinspräsidium. Nun stehen die Kandidaten für das Ehrenamt fest.

Torhüter Timo Hildebrand wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 deutscher Meister. Foto: dpa
Torhüter Timo Hildebrand wurde mit dem VfB Stuttgart 2007 deutscher Meister. Foto: dpa

Stuttgart - Er hatte sein Interesse auf Nachfrage vor einigen Tagen bekundet. Geworden ist aus dem Wunsch von Timo Hildebrand erst einmal nichts. Der frühere Torhüter des VfB Stuttgart wird nicht Präsidiumsmitglied des Vereins.

Die Mitgliederversammlung wählt am 14. Juli den Nachfolger von Thomas Hitzlsperger. Der früher Nationalspieler schied aus dem dreiköpfigen Vorstand des Gesamtvereins aus, nachdem er im Februar zum Sportvorstand ernannt worden war. Nun wird die Stelle nachbesetzt.

Gass und Mutschler werden vorgeschlagen

Er wolle „wieder näher an den Verein rücken“, hatte Hildebrand kürzlich geäußert und mit dem Posten des Präsidiumsmitglieds geliebäugelt. Diese öffentliche Äußerung soll beim Vereinsbeirat gar nicht gut angekommen sein. Dieses Gremium sichtete die Bewerbungen und entschied sich nun gegen den Meister-Keeper von 2007. „Neben Kriterien, wie der Bereitschaft dieses Amt ehrenamtlich zu bekleiden, ein persönlicher Bezug zum Sport sowie eine Affinität zum Breitensport, waren bei der Auswahl Führungserfahrung sowie Kommunikations- und Motivationsfähigkeit wichtig“, heißt es nun in einer Mitteilung. Zwei Kandidaten sah das Gremium diesbezüglich wohl besser geeignet als Timo Hildebrand.

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Der eine ist Werner Gass, 65, war einst Kapitän der VfB-Amateure und führte lange ein Sportgeschäft in Geislingen – zusammen übrigens mit Jürgen Klinsmann. Auch 33 Spiele für die Profimannschaft hat er absolviert, heute arbeitet er als Personal Trainer. Auch der andere Kandidat ist ein alter Bekannter.

Rainer Mutschler, 59, war viele Jahre lang Marketing-Geschäftsführer des VfB. Vor zwei Jahren verließ er den Club und wechselte zum Eishockey-Zweitligisten Ravensburg Towerstars. Vor einem Jahr verließ er den Verein und ist heute selbstständiger Unternehmensberater. Vor seiner Zeit im Fußball-Business war Mutschler unter anderen Bundestrainer im Deutschen Skiverband (DSV).

Hildebrands Erfahrung soll genutzt werden

„Wir sind in der glücklichen Situation, unseren Mitgliedern zwei geeignete Kandidaten präsentieren zu können, von denen wir überzeugt sind, dass sie das Amt sehr gut ausfüllen können und die anstehenden Aufgaben im Präsidiums-Team erfolgreich umsetzen“, sagt Wolf-Dietrich Erhard, der Vorsitzende des Vereinsbeirats. Der sich in einem gemeinsamen Gespräch auch mit Timo Hildebrand und Präsident Wolfgang Dietrich ausgetauscht hatte.

„Ich freue mich, dass mein Wunsch, wieder näher an den Verein heranzurücken, von der Vereinsführung unterstützt wird“, sagt nun der frühere Torhüter, der seine Erfahrungen womöglich bald Mitgliederausschuss mit dem Themenschwerpunkt Nachwuchsleistungszentrum einbringen soll. Für ihn zähle „in erster Linie, dass ich den VfB mit meinem Wissen optimal unterstützen kann“. Weitere Gespräche sollen folgen.