VfB Stuttgart Transfermarkt Krätzig geht – Planspiele mit Finkgräfe
Der VfB Stuttgart hält die Augen für Verstärkungen offen. Ein Talent aus Köln steht dabei oben auf der Liste.
Der VfB Stuttgart hält die Augen für Verstärkungen offen. Ein Talent aus Köln steht dabei oben auf der Liste.
Am Ende ging es dann doch schneller als erwartet. Frans Krätzig verlässt den VfB nach nur wenigen Monaten wieder. Die Leihe mit dem FC Bayern München wurde vorzeitig beendet. Das macht Planspiele des VfB Stuttgart konkreter, die sich mit dieser nun vakanten Position im Kader von Sebastian Hoeneß beschäftigen. Die Spur führt nach Köln.
Dort war die Saison 2023/24 für Max Finkgräfe sehr erfolgreich. Der Youngster des 1. FC Köln feierte seinen Durchbruch im Profifußball. 24 Pflichtspieleinsätze, Stammplatz in der Rückrunde, ein Tor, resolut im Defensivverhalten, jede Menge Offensivdrang – so lässt sich seine Performance beschreiben. In dieser Saison läuft es dagegen bisher eher verhalten für den gebürtigen Mönchengladbacher. Denn er hat – auch begründet durch eine Knieverletzung im Sommer – seinen Stammplatz auf der linken Seite der Kölner an Leart Paqarada verloren. Unter Trainer Gerhard Struber ist Finkgräfe nunmehr nur noch zweite Wahl. Lediglich vier Teilzeit-Einsätze in Pflichtspielen für insgesamt 223 Spielminuten stehen bisher für ihn zu Buche.
Zu wenig für den ambitionierten Außenbahnspieler. Und ein Umstand, den man beim VfB Stuttgart durchaus interessiert zur Kenntnis genommen hat. Denn die Schwaben haben Finkgräfe nicht erst seit seinem bärenstarken Auftritt in seiner Durchbruch-Saison in Stuttgart (Endstand 1:1) auf dem Zettel. Schließlich sucht der VfB mittelfristig auf der linken Bahn nach einer echten Konkurrenz für Maximilian Mittelstädt, nachdem dieser Plan mit Frans Krätzig nicht aufgegangen war. Der Kölner U-20-Nationalspieler brächte offensiv und defensiv alles mit, kann zudem ihn mehreren Grundausrichtungen und Rollen eingesetzt werden, ganz ähnlich wie Stuttgarts Josha Vagnoman auf der gegenüberliegenden Seite. Zudem scheint seine Entwicklung noch längst nicht abgeschlossen.
Finkgräfes Vertrag in Köln ist noch bis Juni 2026 datiert, Gespräche über eine Verlängerung gab es keine und sind dem Vernehmen nach von der Spielerseite auch nicht angestrebt. Im Gegenteil: Man kann sich einen Wechsel durchaus vorstellen. Beim VfB Stuttgart hat man auch das registriert, zumal man nicht zuletzt durch den Vorstandsvorsitzenden Alexander Wehrle über exzellente Drähte in die Domstadt verfügt. Zuletzt kam das vor exakt einem Jahr zum Tragen – in der Wintertransferphase im Januar 2024 tütete Wehrle den Wechsel von Justin Diehl ein. Ein ähnliches Szenario scheint sich aktuell jedoch noch nicht anzudeuten. Nach Informationen unserer Redaktion gab es zwar Gespräche, Vorstellungen wurden ausgetauscht.
Wie es weitergeht, ist völlig offen. Es hängt zum einen von den Kölnern ab, die nicht schon wieder ein selbst ausgebildetes Talent – wie zuletzt Luan Simnica und Justin Diehl – an den VfB Stuttgart verlieren wollen. Und es hing lange auch davon ab, ob es in der Personalie Krätzig Bewegung gibt. Das ist nun der Fall. Nach Informationen unserer Redaktion kann man sich beim VfB einen Vorgriff auf die kommende Saison vorstellen. Und der dürfte Finkgräfe heißen.