Eigentlich war für diesen Donnerstag der offizielle Vollzug geplant. Doch daraus wurde nichts. Droht der Guirassy-Deal auf der Zielgeraden zu scheitern?

Sport: Philipp Maisel (pma)

„Vorbehaltlich eines Medizinchecks“ war die Verpflichtung von Serhou Guirassy für Borussia Dortmund längst in trockenen Tüchern. Eigentlich nur noch Formsache. Der Spieler hatte längst zugesagt, der VfB alle Bedingungen und die aktivierte Ausstiegsklausel längst zähneknirschend akzeptiert und die beteiligten Parteien den Papierkram ausgehandelt. Nur der Medizincheck stand noch aus.

 

Der fand an diesem Donnerstag auch statt, formvollendet angekündigt via aus dem Learjet gesendeten Bild, das von einem bekannten Transferjournalisten geleakt wurde. Guirassy absolvierte den Test auch vollständig. Doch grünes Licht gab es dennoch noch nicht. Auch nicht für die im weiß-roten Haus in Bad Cannstatt wartenden VfB-Mitarbeiter, die sich natürlich längst auf die Bekanntgabe des Transfers vorbereitet hatten.

Der Hintergrund? Eine nicht näher bekannte Verletzung, die laut BVB „einer weiteren Abklärung bedarf“. Wann es soweit sein könnte und um welche Art Verletzung es sich handelt, gaben die Dortmunder am Abend nicht bekannt. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, soll eine alte Verletzung von Guirassy nicht vollständig ausgeheilt sein. Die Blessur habe sich der Stürmer bei der Nationalmannschaft Guineas zugezogen. Deswegen wolle der BVB jetzt eine zweite Meinung eines Spezialisten einholen. Erst nach einem zweiten Medizincheck soll der Abschluss des Transfers möglich sein. Laut „Bild“ ist der Wechsel derzeit aber nicht ernsthaft gefährdet.

Der Status quo stellt sich jedoch wie folgt dar: Der Transfer gilt nach wie vor als ausgemacht, aber nicht vollzogen. Der Deal, der dem VfB nach Informationen unserer Redaktion rund 19 Millionen Euro einbringen und Guirassy einen Mega-Vertrag über vier Jahre Laufzeit garantieren sollte, droht auf der Zielgeraden zu scheitern. Ausgang offen.