Wenn der VfB an diesem Freitag (Anpfiff ist um 20.30 Uhr) Fortuna Düsseldorf empfängt, wird der Trainer Tayfun Korkut seine Startelf umbauen. Was das für Holger Badstuber bedeutet, erfahren Sie hier:

Stuttgart - Geht es nach der Anzahl der errungenen Titel, so ist Holger Badstuber neben seinem Kollegen Mario Gomez der am höchsten dekorierte Profi im Kader des VfB Stuttgart. Doch der 29-jährige Abwehrspieler hat längst noch nicht genug. „Einmal ein Kämpfer, immer ein Kämpfer“, so lautet Badstubers Motto in den sozialen Medien. Und tatsächlich: Nach einem nahezu perfekten Einstiegsjahr beim VfB ist der Kampfgeist des gebürtigen Memmingers, der in seiner Laufbahn bereits unzählige Verletzungen zu überstehen hatte, jetzt wieder gefragt. Denn Badstuber ist fit, ringt allerdings in sportlichen Fragen um Anschluss.

Lesen Sie hier: Mit dieser Aufstellung will der VfB gegen Fortuna spielen.

„Das Gesicht des Fehlstarts“ oder „Vom Fußballgott zum Sündenbock“ – das waren einige der Überschriften, die Holger Badstuber zuletzt über sich lesen musste. Das ist natürlich übertrieben, auch wenn sich der Verteidiger in den Auftaktpartien in Rostock sowie in Mainz zwei dicke Schnitzer erlaubte, die jeweils zu entscheidenden Gegentoren führten.

Allerdings ist es so, dass der sechsmalige deutsche Meister und WM-Dritte von 2010 auch an diesem Freitagabend zunächst außen vor sein wird, wenn der VfB in der nahezu ausverkauften Mercedes-Benz-Arena auf den Aufsteiger Fortuna Düsseldorf trifft. Schließlich dürften in der Innenverteidigung weiter der französische Weltmeister Benjamin Pavard sowie der solide aufspielende Timo Baumgartl gesetzt sein. Für Badstuber bleibt da zunächst nur die Reservistenrolle.

In Freiburg wird Badstuber eingewechselt

Wie im Spiel in Freiburg (3:3) hofft der Blondschopf daher, zumindest eingewechselt zu werden. Im Schwarzwaldstadion kam der 29-Jährige in der 77. Minute beim Stand von 3:2 für den VfB für den Kapitän Christian Gentner. Der Trainer Tayfun Korkut wechselte seinen defensiven Routinier ein, um die Führung mit einem Fünferriegel über die Zeit zu bringen. Was in der Vorsaison fast ausnahmslos klappte, ging diesmal schief. Denn Luca Waldschmidt gelang noch der 3:3-Ausgleich für den Sportclub. Das war nicht die Schuld von Badstuber, der in der 90. Minute noch eine Gelbe Karte kassierte. Es läuft aktuell eben nicht allzu viel rund für den ehemaligen Münchner. Doch davon will sich der Kämpfer Holger Badstuber nicht entmutigen lassen.