VfB Stuttgart Die Mannschaft

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Die Mannschaft

Tribünenbesucher fragten sich am Samstag, ob der VfB wohl höher verloren hätte, wenn das ein oder andere junge Eigengewächs wie Raphael Holzhauser, Antonio Rüdiger oder Rani Khedira mitgespielt hätte. Aber das ist offenbar nicht der Stuttgarter Weg, wie er gelebt wird. Sondern?

Auf dem Platz steht ein bunter Mix aus Nationalspielern und Ex-Nationalspielern aus vieler Herren Länder. Dass sie ein gemeinsames Ziel verfolgen, ist kaum ersichtlich – so wenig wie dass sie den Ernst der Lage erkannt haben. Das behaupten sie zwar, aber zwischen dem, was sie sagen, und dem, was sie tun, liegen oft Welten. Die amateurhaften Fehler lassen zumindest den Verdacht zu, dass Sorglosigkeit und Selbstüberschätzung die Auslöser dafür sind. Dieser Virus steckt im Team und kommt immer wieder zum Vorschein.

Der andere Virus hört auf den Namen Verunsicherung und bricht auch regelmäßig durch. Denn die Spieler kennen die Haltung ihres Trainers Bruno Labbadia und des Managers Fredi Bobic, die seit längerer Zeit darüber klagen, dass der VfB finanziell zu wenig riskiert und zu wenig Geld für Verstärkungen bereitstellt. Das können die vorhandenen Spieler so verstehen, dass sie eigentlich nicht gut genug sind und nur deshalb im Kader stehen, weil sich der Club keine besseren Leute leisten kann.

Beide Viren sind in etwa gleich gefährlich. Wie sie zu kurieren sind, ist ungewiss. „Man merkt, dass wir mental angeschlagen sind“, sagt der Innenverteidiger Georg Niedermeier, „wir müssen uns jetzt auf die einfachen Dingen konzentrieren.“ Aber selbst diese einfachsten Dinge funktionieren nicht. Deshalb steht der VfB am Abgrund. „Schlechter geht es nicht“, sagt der Kapitän Serdar Tasci zu der Partie gegen Bremen.




Unsere Empfehlung für Sie