VfB Stuttgart Kein Alibi für die Spieler

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Bedeutet das, dass man dem Leistungsvermögen der Mannschaft noch nicht trauen kann?
Es bedeutet zunächst, dass wir nicht wissen, wo wir sportlich stehen. Ich für meinen Teil vertraue aber sehr auf das Trainerteam um Jos Luhukay. Er hat schon mehrfach bewiesen, derart schwierige Situationen meistern zu können.
Wie erleben Sie den neuen Chefcoach in den ersten Wochen?
Sehr sachlich, und obwohl ich schon in meine elfte Profisaison gehe, habe ich es noch nicht erlebt, dass nahezu alle Trainingseinheiten mit Ball abgehalten werden. Das ist ein neuer Ansatz, der bislang sehr gut funktioniert.
Der Vertrauensvorschuss in Jos Luhukay ist nachvollziehbar, aber vertrauen Sie dem Verein nach den ganzen Fehlentwicklungen in den vergangenen Jahren überhaupt noch?
Mit Sicherheit ist da einiges schief gelaufen, was sich schon an den vielen Trainer- und Managerwechseln zeigt. Für mich ist jedoch wichtig, dass die Vereinspolitik den Spielern nicht als Alibi dient. Unabhängig von den Personen um uns herum müssen wir auf dem Platz unseren Job erledigen.
Und der heißt in dieser Saison: Aufstieg.
Richtig, und deshalb kann es diesmal eines nicht geben: dass Einzelne ihre Eitelkeiten ausleben. Alles muss dem Erfolg der Mannschaft untergeordnet werden – und wenn das passiert, dann wird auch das Vertrauen in den Verein wieder gestärkt.
Hat dieser Abwärtstrend dazu geführt, dass Sie zuletzt an ihrer Zukunft in Stuttgart gezweifelt haben?
Sicher, aber als Spieler macht man sich regelmäßig Gedanken über seine sportliche Zukunft. Nehmen sie einfach das Jahr davor. Da haben mich zum Beispiel die Gesprächen mit Alexander Zorniger davon überzeugt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Davon war ich bis zuletzt überzeugt. Und diesmal ist es so, dass ich Teil des Ganzen sein will, wenn es wieder zurück in die Bundesliga geht.




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