VfB-Trainer, aufgepasst! Der FC Augsburg als Jobkiller

Von Gregor Preiß 

Bereits dreimal in den vergangenen sechs Jahren musste ein VfB-Trainer nach einer Niederlage gegen den FC Augsburg seinen Hut nehmen. Das kommende Duell am Samstag (15.30 Uhr) bietet dabei eine besondere Konstellation.

Da konnte er noch lächeln: Nach dem Spiel gegen den FC Augsburg mit Trainer Markus Weinzierl (re.) wurde VfB-Coach Bruno Labbadia 2013 entlassen. Foto: dpa
Da konnte er noch lächeln: Nach dem Spiel gegen den FC Augsburg mit Trainer Markus Weinzierl (re.) wurde VfB-Coach Bruno Labbadia 2013 entlassen. Foto: dpa

Stuttgart - Den Anfang machte Bruno Labbadia. Jener Trainer mit der längsten Verweildauer in der jüngeren Vergangenheit des VfB Stuttgart. Über zweieinhalb Jahre hielt es den aktuellen Coach des VfL Wolfsburg beim VfB im Amt, ehe ihm eine 1:2-Niederlage beim FC Augsburg zum Verhängnis wurde. Nach dem dritten Spieltag der Saison 2013/14 war seine Mission am Neckar beendet, Thomas Schneider übernahm.

Stefan Reuter hat eine Erklärung

Gut ein Jahr später stolperte wieder ein Trainer der Weiß-Roten über den vermeintlichen Außenseiter aus bayerisch Schwaben. Ganze zwölf Spieltage hielt es Armin Veh nach seiner Rückkehr an der Stuttgarter Seitenlinie aus. Dann folgte eine 0:1-Heimniederlage gegen den FCA. „Ich glaube, es ist besser, wenn ich nicht mehr da bin“, sagte Veh und trat zurück.

Trainerwechsel: Das große Stühlerücken im Sommer

Der Mythos vom Augsburger Jobkiller verfestigte sich im November 2015. Mit 4:0 fegte der Tabellen-17. den VfB im eigenen Stadion vom Platz. Einer der Torschützen: Alexander Esswein. Trainer Alexander Zorniger hatte keine Argumente mehr und wurde durch Jürgen Kramny abgelöst.

Drei Trainer in sechs Jahren gestürzt – das ist schon außergewöhnlich. Zumal der Chefcoach beim FC Augsburg dreimal derselbe war: Markus Weinzierl. Doch nicht nur der VfB Stuttgart, auch zahlreiche andere Clubs sahen sich während Weinzierls Augsburg-Zeit (2012-2016) nach Niederlagen zum Handeln gezwungen. Der FCA wurde zum größten Trainerkiller der Bundesliga, wie die „Augsburger Allgemeine“ einmal berechnet hat. Manager Stefan Reuter lieferte folgende Erklärung. „Offensichtlich heißt es in den Führungskreisen der Clubs immer: Also, wenn wir gegen Augsburg verlieren, dann müssen wir den Trainer entlassen“, kokettierte er mit der Rolle des Underdogs.

Erwischt es nun Weinzierl selbst?

Am Samstag tritt der VfB nun wieder gegen den FCA an. Mit dem erfolglosen Markus Weinzierl auf der Stuttgarter Trainerbank. Er hat es selbst in der Hand, den Augsburger Trainerfluch zu besiegen – oder der unheimlichen Serie eine weitere besondere Note hinzuzufügen.