VfB-Vorstand Michael Reschke „Wir werden nicht mehr absteigen“

Von red/dpa/lsw 

Die 40-Punkte-Marke hat der VfB Stuttgart durch das 1:1 gegen den HSV verpasst, an einen Abstieg glaubt beim Aufsteiger trotzdem niemand mehr. Daniel Ginczek versteht die Aufregung um seinen Torjubel nicht.

Sportvorstand Michael Reschke wähnt den VfB Stuttgart in Sicherheit. Foto: Pressefoto Rudel 16 Bilder
Sportvorstand Michael Reschke wähnt den VfB Stuttgart in Sicherheit. Foto: Pressefoto Rudel

Stuttgart - Sportvorstand Michael Reschke hat den Abstiegskampf des VfB Stuttgart nach dem 1:1 gegen den Hamburger SV für mehr oder weniger für beendet erklärt. „Die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt ist sehr groß. Wir werden nicht mehr absteigen“, sagte Reschke nach dem Remis gegen den Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga und nun 38 Zählern. „Das ist ein Punkt, der erhöht die Wahrscheinlichkeit auf den Klassenerhalt nochmal. Wir sind jetzt zum achten Mal ungeschlagen, das bleibt bestehen. Dass die Leistung nicht berauschend war, da müssen wir nicht drüber reden. Das hat jeder gesehen.“

Der VfB agierte am Samstag zögerlich, mit wenig Tempo und ohne jegliche Automatismen im Spiel nach vorne. Der HSV dagegen, seit 125 Tagen ohne einen Erfolg in der Bundesliga, stand kompakt und übernahm sogar in weiten Teilen die Spielkontrolle. Zufrieden mit der Leistung war deswegen keiner der VfB-Profis, doch mit dem Ergebnis konnten die meisten gut leben. „Wir waren vor sechs Wochen noch in einer prekären Situation. Jetzt ist die Basis erst mal kompakt zu stehen, die Spiele zu gewinnen, zu punkten. Man muss die Kirche im Dorf lassen“, sagte Abwehrspieler Holger Badstuber.

Gideon Jung stinksauer auf Daniel Ginczek

Davon, dass der VfB nun nach dem nahezu perfekten Klassenverbleib womöglich lernen müsse, selbst das Spiel zu machen und einen Gegner mit fußballerischen Mitteln zu bezwingen, wollte der Ex-Nationalspieler am Samstag nichts wissen. „Wir sind eine Arbeitertruppe, eine Zweikampftruppe in erster Linie, die über unsere Großen vorne drin ins Spiel kommt“, sagte er. „Das sind keine Spieler, die die großen Kombinierer sind. Die arbeiten in der Box, da erzielen sie ihre Tore.“

So wie Daniel Ginczek in der 44. Minute, als er den abgewehrten Schuss von Erik Thommy aus kurzer Distanz über die Linie drosch und nach dem Rückstand durch Lewis Holtby (18. Minute) für den Ausgleich sorgte. Dass sein anschließender Jubel danach von den HSV-Spielern missverstanden wurde, konnte der Stürmer zunächst überhaupt nicht verstehen.

Ginczek war nach seinem fünften Saisontor in die Luft gesprungen und hatte sich dabei gedreht. Das sah ähnlich aus wie die Aktion, durch die sich HSV-Profi Nicolai Müller zu Saisonbeginn das Kreuzband gerissen hatte. Deswegen war Gideon Jung auch stinksauer auf Ginczek und beschwerte sich noch vor dem Anstoß.

Mindestens ein Hamburger hätten den Jubel erkennen können

Doch Müllers Verletzung hatte der VfB-Profi überhaupt nicht im Sinn: „Ich bin schockiert, dass er mir das unterstellt. Das ist ein Jubel wie aus einem Playstation-Spiel. Wir haben eine WhatsApp-Gruppe und da habe ich das versprochen“, sagte Ginczek dem TV-Sender Sky. „Das hatte gar nichts mit ihm zu tun, wenn das so rüber gekommen ist, entschuldige ich mich.“

Der Jubel habe vielmehr mit dem Spiel Fortnite zu tun, das weltweit mehrere Millionen Menschen spielen. Um ganz sicher zu gehen, ging Ginczek auch noch in die HSV-Kabine. Aber mindestens ein Hamburger hätten den Jubel erkennen können: Holtbys Tanz nach seinem Tor war ebenfalls eine Anspielung auf das Konsolen-Spiel.

VfB Stuttgart - Bundesliga

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