Vor dem Südschlager ist es beinahe zu einem Aufeinandertreffen von Anhängern gekommen. Die Polizei schritt kompromisslos ein. Nun laufen die Personenkontrollen.
Rund zwei Stunden vor dem Südgipfel kam es am Münchner Stadion zu Tumulten. Offenbar versuchte ein dem Stuttgarter Umfeld zuzuordnender Personenkreis, Fans des FC Bayern anzugreifen. Die Polizei schritt kompromisslos ein. Was war passiert?
Die Stuttgarter Ultraszene, offenbar anders als üblich mit PKW statt Bussen angereist, kam gesammelt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in München Fröttmaning an, der U-Bahn-Station an der Arena. Dort wurde der Personenkreis von der Polizei in Empfang genommen. Auf dem Weg zum Stadion soll es dann zu einem versuchten Angriff gekommen sein. Ein direktes Aufeinandertreffen mit den Münchner, deren Südkurven-Sammelpunkt Bahnhofsnah gelegen ist, wurde nach Informationen unserer Redaktion verhindert. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften setzte Schlagstöcke sowie Pfefferspray ein. Laut Polizeiangaben konnten die Beamten die Situation zügig beruhigen.
Vorwurf des Landfriedensbruchs
Dennoch soll es Verletzte geben, offenbar aufseiten der Beamten. Die Polizei kesselte den Personenkreis ein, nach Polizeiangaben sollen dies um die 100 Personen sein, nach Informationen unserer Redaktion sind es rund 200 Personen. Bereits 30 Minuten vor Anpfiff kommunizierte das Commando Cannstatt „Die Ultrasszene ist in einer polizeilichen Maßnahme und wird höchstwahrscheinlich das Spiel verpassen. Es wird daher keinen organisierten Support geben.“ Im Stadion gab es dann auch keine Zaunfahnen zu sehen.
Aktuell laufen die Personenkontrollen, wann diese beendet sind, ist offen. Der Vorwurf des Landfriedensbruchs steht im Raum. Ob und wenn ja, wie viele Personen anschließend in Gewahrsam genommen werden, ist bislang unklar. „Derartige Gewalt vor Sportveranstaltungen dulden wir in München nicht“, lässt sich eine Sprecherin der Polizei München zitieren.