VfL-Vereinslokal in Waiblingen Arche fliegt an ihren neuen Standort

Die Arche auf ihrem Flug zum Lastwagen, der sie an ihren endgültigen Standort an der Rems bringt. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Das neue Vereinslokal des VfL Waiblingen ist am Mittwoch an seinen neuen Standort im Biergarten an der Rems gehievt worden. Die „Arche“ soll Mitte Oktober eröffnen.

Das Schwergewicht ist gut gelandet: Am Mittwoch ist das insgesamt rund 24 Tonnen wiegende Holzgebäude, das ehemals in Weinstadt-Strümpfelbach als Lokal Vorratskammer betrieben wurde, auf einen Lastwagen gehievt und an seinen endgültigen Standort im Biergarten des VfL Waiblingen gebracht worden. „Ein Riesenschritt voran“ sei das, sagt Jochen Griesmeier, der stellvertretende Vorsitzende und Geschäftsführer des VfL Waiblingen, und klingt dabei erleichtert.

 

Vor rund anderthalb Jahren hatte der Waiblinger Sportverein den ungewöhnlichen, knapp zwölf Meter langen und acht Meter breiten Holzbau gekauft und diesen – zerlegt in zwei Teile – im März 2021 zu nächtlicher Stunde mittels eines Schwertransporters von Strümpfelbach nach Waiblingen bringen lassen. Dort wurde das Gebäude, das als Vereinslokal dienen soll, auf der Werferwiese gegenüber dem Waiblinger Freibad zwischengelagert. Nach den ursprünglichen Plänen sollte das Lokal – nun unter dem neuen Namen Arche – rasch in den Biergarten gegenüber der Rundsporthalle versetzt werden und bereits im Herbst vergangenen Jahres in Betrieb gehen.

Standort im Hochwasserschutzgebiet erschwert Genehmigung

Seitdem ist einiges Wasser die Rems hinabgeflossen, der Holzbau blieb aber verpackt stehen, wo er stand. Die Tatsache, dass sich der endgültige Standort der nun in Arche umgetauften Vorratskammer im Hochwasserschutzgebiet befinde und entsprechende Genehmigungen unterschiedlicher Behörden erfordere, habe das Projekt verzögert, sagt Griesmeier. Immer wieder sei im Laufe der Monate eine weitere unerwartete Hürde aufgetaucht: „Aber trotzdem hatten wir immer das Gefühl, dass das Waiblinger Bauamt uns unterstützt.“

Zum Schutz der Tartanlaufbahn beim VfL-Stadion war diese am Montag und Dienstag abgedeckt worden. Am Mittwoch fuhr dann schweres Gerät auf, um das künftige Vereinslokal vom einen Ende des VfL-Geländes am Oberen Ring an das andere Ende zu schaffen.

Das zweigeteilte Gebäude wird wieder zusammengefügt

Nun werde das für den Transport zweigeteilte Gebäude wieder zusammengefügt und innen fertiggestellt, berichtet Jochen Griesmeier: „Da müssen ein neuer Fußboden und neue Leitungen rein.“ Nach dem Ende der Biergartensaison werde der Bau dann noch an die Kanalisation angeschlossen. „Wir denken, dass wir die Arche Mitte Oktober eröffnen können“, sagt Jochen Griesmeier.

Wichtig sei dem Verein gewesen, dass der Wirt die aktuelle Saison mitnehmen könne. In der Arche wolle „La Nonna“-Wirt Angelo Sapia etwas andere Speisen als im benachbarten Biergarten anbieten – „auch italienische Küche, aber verfeinert“. Durch die Arche, die innen Platz für rund 35 Gäste und auf der gegenüber dem Biergarten erhöht stehenden Terrasse für etwa 50 Besucher biete, plus den Biergarten, werde das gastronomische Angebot attraktiver und ganzjährig nutzbar, beide Standbeine der VfL-Gastronomie seien nun an einem Platz vereint.

Mehr Platz für Sportangebote

Zudem sei es dem Verein bei dem Projekt, das Griesmeier als „einen Meilenstein“ bezeichnet, darum gegangen, seine Liegenschaft zu optimieren, schließlich herrsche beim VfL Waiblingen eine ständige Raumnot. Durch den Auszug des Lokals La Nonna aus dem VfL-Gebäude stehe in letzterem nun ein zusätzlicher heller Raum für den Vereinssport zur Verfügung, der vorwiegend für Rehasportkurse genutzt werde. Alles in allem hat das Projekt den VfL Waiblingen nach Angaben von Jochen Griesmeier rund 400 000 Euro gekostet, wobei der Löwenanteil der Kosten auf den Transport der Arche entfällt. Der Ankauf der Vorratskammer selbst mache den kleinsten Teil aus.

Mehr zum Sportverein unter der Adresse: www.vfl-waiblingen.de

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