Video-Umfrage zum Klimawandel Was sagen Stuttgarter zur CO2-Steuer?

Von Dorothée Barth 

Die Regierung diskutiert über eine CO2-Steuer. Wie diese genau aussehen soll, ist noch nicht klar. Wir haben Menschen in Stuttgart gefragt, was sie davon halten würden, für ihren CO2-Ausstoß zu bezahlen.

Stuttgart - Eigentlich sollte Deutschland bis 2020 mindestens 40 Prozent der Treibhausgas-Emissionen gegenüber 1990 reduzieren. Das wurde bei der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris beschlossen. Dieses Ziel kann voraussichtlich nicht erfüllt werden.

Um die CO2-Emissionen dennoch zu begrenzen, wird deshalb in der Regierung über verschiedene Möglichkeiten diskutiert. Eine eine kontrovers diskutierte Option ist die CO2-Steuer. Auch wenn die Art der Umsetzung noch völlig offen ist, wäre die grundsätzliche Idee: Der Ausstoß von CO2 würde künftig Geld kosten. Voraussichtlich würden damit Produkte, die CO2 verursachen – wie zum Beispiel fossile Brennstoffe – für den Verbraucher teurer werden. Wie hoch der Preis für eine Tonne CO2 sein soll, ist ebenfalls noch unklar. Momentan wird über einen Preis zwischen 20 und 180 Euro pro Tonne diskutiert.

Ein Rechenbeispiel für Autofahrer: Läge der Preis für eine Tonne CO2 bei zum Beispiel 40 Euro, würde laut der Süddeutschen Zeitung eine Autofahrt von München nach Berlin rund 3,50 Euro teurer als bisher werden. Einen konkreten Gesetzesentwurf gibt es noch nicht.

Der Bürger soll nicht der Leidtragende sein

Die Meinungen darüber, wie ein solcher CO2-Preis konkret umgesetzt werden soll, gehen jedoch auseinander. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) spricht sich für eine CO2-Steuer aus, deren Einnahmen zurück an die Bevölkerung gehen. Auch CDU-Vize Julia Klöckner sagt, dass es Maßnahmen zum Klimaschutz geben muss. Wichtig sei allerdings auch hier, „dass nicht der normale Bürger der Leidtragende ist.“ Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hingegen ist klar gegen eine Steuer: „Eine CO2-Steuer kommt nicht in Frage. Das ist doch eine ganz einfache Aussage.“

Wir haben die Stuttgarter gefragt, was sie davon halten würden, wenn sie künftig für ihren CO2-Ausstoß bezahlen müssten und was sie ändern würden.

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