Videoaktion #allesdichtmachen Martin Brambach und Christine Sommer: „Es war vielleicht ein Fehler“

Christine Sommer und Martin Brambach haben nach der umstrittenen  Videoaktion Fehler eingeräumt. (Archivbild) Foto: dpa/Henning Kaiser
Christine Sommer und Martin Brambach haben nach der umstrittenen Videoaktion Fehler eingeräumt. (Archivbild) Foto: dpa/Henning Kaiser

Nachdem die Internetaktion #allesdichtmachen in den vergangenen Tagen stark kritisiert wurde, haben sich die Schauspieler Martin Brambach und Christine Sommer zu Wort gemeldet und mögliche Fehler eingeräumt.

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Recklinghausen - Das Schauspieler-Paar Martin Brambach und Christine Sommer hat nach der Beteiligung an der Internetaktion #allesdichtmachen mögliche Fehler eingeräumt. „Unser Ziel war es eine Diskussion anzustoßen, sollten wir jedoch durch unsere Teilnahme an dieser Aktion Menschen verletzt haben, möchten wir uns dafür entschuldigen“, teilten die Darsteller in einem gemeinsamen Statement am Sonntag mit. Nichts habe ihnen ferner gelegen, als Corona-Opfer zu verhöhnen oder die Krankheit zu verharmlosen. „Auch distanzieren wir uns aufs Entschiedenste von einer Vereinnahmung durch die AfD und anderen rechten Gruppen“, erklärte das Paar. „Es war vielleicht ein Fehler solche Videos ohne jeglichen Kontext oder wenigstens ein paar erklärende Worte zu veröffentlichen...“

Brambach („Tatort“) und Sommer („Alisa - Folge deinem Herzen“), die in Recklinghausen leben, haben ihre Beiträge zu der Video-Aktion nach eigenen Angaben mittlerweile löschen lassen. Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Die Videos waren am Donnerstag veröffentlicht worden. Nach heftiger Kritik und teils Zustimmung aus dem rechten Lager haben sich mehrere Teilnehmer mittlerweile von ihren Beiträgen distanziert.

„Das Thema ist offensichtlich viel zu komplex und emotional aufgeladen, um durch ein paar Sketche, eine von uns erhoffte, breitere öffentliche Debatte, um die Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen, langfristigen Perspektiven, aber auch die Folgen der Corona-Politik zu eröffnen“, erklärten Brambach und Sommer. Die vielen Reaktionen - bis hin zu Morddrohungen - zeigten zugleich, dass es Zeit sei „abzurüsten“. „Die gesellschaftliche Spaltung muss gestoppt werden.“




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