Videoshow Kaputte CDs bei Tamas Hajnal

Tamas Hajnal hat zuletzt einige seltsame Dinge gesehen – und gehört. Foto: dapd
Tamas Hajnal hat zuletzt einige seltsame Dinge gesehen – und gehört. Foto: dapd

Stuttgart - Bruno Labbadia bekommt nun endlich seine Mannschaft wieder. Die vielen Nationalspieler kehren aus allen Ecken der Welt von ihren Länderspielen zurück nach Stuttgart – und werden von einigen Abenteuern berichten können. Das skurrilste Erlebnis dürfte dann wohl Tamas Hajnal schildern. Nein, nicht wie er beim 1:4 seiner Ungarn gegen die Niederlande auf der Ersatzbank saß. Sondern was ihm und seinen Teamkollegen am vergangenen Freitag kurz vor dem 5:0-Sieg in Andorra passierte.

Hajnal stand in der Startaufstellung, und als er mit seinen Mitspielern die Hymne erwartete, erlebten sie eine seltsame Überraschung. Denn die CD begann zu leiern, zwischendurch verlangsamte sich die Hymne immer wieder. Noch schlimmer erwischte es dann die Gastgeber. Da hakte der CD-Player noch mehr, eine kurz Sequenz der Hymne wiederholte sich immer wieder – und schließlich musste abgebrochen werden.

Eine seltsame Begegnung organisierte auch Jürgen Klinsmann, mittlerweile ja Bundes-Klinsi der USA, für seine amerikanischen Nationalspieler. Vor dem ersten Spiel seines Teams am Freitag gegen Jamaika engagierte er den Motivationssprecher Donnie Moore. Der gute Mann zerriss dann in einer privaten Vorstellung Telefonbücher, brach Baseball-Schläger und drehte Bratpfannen zusammen – nur um den Kickern zu zeigen, was sie alles schaffen können, wenn sie nur daran glauben ... Hat allerdings nicht so geklappt wie gewünscht. Verloren die Amis doch dieses Freitagsspiel 1:2. Immerhin haben sie dann am Dienstag im Rückspiel so sehr an sich geglaubt, dass sie Jamaika mit 1:0 vom Platz fegten.

Mit welchen Problemen die Nationalteams in der Concacaf-Gruppe sonst noch so vor ihren Spielen zu kämpfen haben, zeigt folgendes kleines Filmchen. Kanada trat am Dienstag in Panama an und hatte das Hinspiel 1:0 gewonnen. Panamas Fans wollten natürlich mithelfen, das noch zu drehen. Und so veranstalteten sie in den vergangenen Tagen ein paar heißblütige Straßenpartys, wummernde Bässe und lautes Feuerwerk inklusive – direkt vor dem Hotel der kanadischen Mannschaft.

Nach all diesen etwas verstörenden Filmchen zum Abschluss nun eines, das vor Schönheit nur so strotzt. In der letzten Ausgabe der Videoshow präsentierte der Brustringer ein Schweizer Torwart-Tor, das das Zeug zum Tor des Jahres besaß. Mittlerweile muss man leider sagen: das Torwart-Tor des Jahres hat ein Däne geschossen: Jakob Kohler, Keeper des Drittligisten Frem. Dieser wackere Held hat es geschafft, als Torwart ein Fallrückzieher-Tor zu erzielen – und das in der letzten Spielminute.