KommentarVier Abgeordnete im Rems-Murr-Kreis Ein echter Zugewinn?

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Der Rems-Murr-Kreis stellt einen Abgeordneten mehr als bisher. Ob das ein inhaltliches Plus ist, muss sich zeigen.

Die Wähler haben dem Rems-Murr-Kreis vier Abgeordnete beschert. Foto: Gottfried Stoppel
Die Wähler haben dem Rems-Murr-Kreis vier Abgeordnete beschert. Foto: Gottfried Stoppel

Rems-Murr-Kreis - Betrachtet man das auf den Rems-Murr-Kreis fokussierte Wahlergebnis in nackten Zahlen, so gibt es einen Zugewinn. Aus zuletzt drei Abgeordneten im Berliner Parlament sind vier geworden. Das ist zwar immer noch weniger als in „guten“ alten Zeiten, als auch die FDP ihren Kandidaten im Remstal aussichtsreich platzierte und der SPD-Mann Hermann Scheer auf der Landesliste der Genossen als sichere Bank gesetzt war, aber gegenüber 2013 ist auf jeden Fall ein Plus zu verzeichnen.

Oppositionsbank für Lange und Braun

Ist es das auch inhaltlich? Nach der Absage der SPD an eine große Koalition, werden vermutlich nur noch Joachim Pfeiffer und Norbert Barthle erneut Regierungsverantwortung tragen und gestalterisch tätig sein können. Barthle und Christian Lange Lange bekleideten zuletzt als Staatssekretäre sogar Ämter in Ministerien, der SPD-Mann wird wohl mit der Oppositionsbank Vorlieb nehmen müssen.

Das Gleiche gilt sicherlich für Jürgen Braun. Seine Partei, die AfD, zieht erstmals in Berlin ein. Wie sie ihre Rolle ausfüllen wird, bleibt nun abzuwarten. Ungeachtet der inhaltlichen Ausrichtung haben sich deren Abgeordnete in den Länderparlamenten bisher nicht gerade als eine echte Alternative für Deutschland erwiesen. Jürgen Braun müsste den Gegenbeweis antreten, wenn sich der zusätzliche Sitz als Plus erweisen soll.