Vom Grünen Rezzo Schlauch bis zur früheren CDU-Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann – so bunt wie die Speisen ist die Gästeschar bei der Vip-Party zur Deutschland-Premiere der holländischen Kette Avocado-Show am Freitagabend in Stuttgart.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)

Die begrünten Wände erzeugen Dschungelflair: Die 2017 in den Niederlanden gegründete Franchise-Kette The Avocado Show expandiert in Europa. Die Wasenwirtin Sonja Merz hat mit ihrer 24-jährigen Tochter Katharina Renz den „Showstar“ in den Kessel geholt. „Nach Amsterdam, Paris, Brüssel und London ist Stuttgart in Deutschland als erste Stadt dran“, freut sich die Betreiberin in ihrer Begrüßungsrede vor 150 Gästen, darunter sind zahlreiche Stadtpromis, „unsere Stadt hat dies auch verdient.“ Die Grünpflanzen im Restaurantinneren sind nicht echt, abgesehen von den vielen Blumensträußen, die am Freitagabend überreicht werden, aber die Avocado ist es natürlich, um die sich in dem Rundbau an der Calwer Straße nun alles dreht.

Achtet ein Grüner wie Rezzo Schlauch, der zu den Gästen der Vip-Party zählt, bei der Ernährung nicht auf regionale und saisonale Produkte? „Ich hab’ schon in den 1970ern Avocado gegessen“, sagt er, „nämlich in Mexiko.“ Damals habe man die fettreiche und gesunde Frucht, die wegen ihres hohen Wasserverbrauchs oft kritisiert wird, in Deutschland noch nicht gekannt. Bei seinen Mexiko-Urlauben habe er sie also „regional“ genossen. „Für Fleisch wird wesentlich mehr Wasser verbraucht“, sagt der frühere Staatssekretär, „man muss Avocado ja nicht täglich essen, aber ab und zu darf man sie sich gönnen.“

Das Auge soll beim Mitessen Spaß haben

Bei der Eröffnungsfeier gibt es viel Lob für die kunstvoll dargereichten Speisen, die nicht nur schön aussehen, sondern auch sehr gut schmecken. In der Avocado-Show wird Genuss zelebriert. Das Auge soll beim Mitessen Spaß haben. Die Amsterdamer Kette ist mit Kochshows im Netz und mit millionenfach geklickten Videos zu einer weltweiten Marke geworden. Die beiden Niederländer Julien Zaal und Ron Simpson, die aus der Clubszene stammen, hatten bei einem feuchtfröhlichen Abend die Idee, die Avocado groß herauszubringen, die für den Künstler Tim Bengel „das Symbol der Generation Y“ ist. Die 24-jährige Katharina Renz hat das Bachelor-Studium Marketing-Management abgeschlossen und sich entschieden, in die Gastronomie zu gehen. Sonja Merz will sie als ihre Nachfolgerin aufbauen, macht aber auch klar: „So schnell zieh’ ich mich nicht zurück, dafür bin ich noch zu jung.“

Die gesamte Familie hatte in Amsterdam ein Restaurant von The Avocado-Show besucht und kehrte begeistert heim. „Was da geboten wird, ist einzigartig“, schwärmt Katharina Renz, „jedes Gericht ist ein kleines Kunstwerk.“ Sie ist davon überzeugt, dass dieses Konzept mit einer großen Auswahl an Avocado-Gerichten und Drinks auch in Stuttgart einschlägt. Dafür wurden ihre Köche wochenlang geschult.

Avocados werden nun auch in Europa angebaut

Zur Eröffnungsfeier sind die beiden Gründer aus Amsterdam angereist, die sich künftig auf regelmäßige Überweisungen aus Stuttgart freuen. Die Franchise-Gebühr beträgt sechs Prozent des Umsatzes. Die Avocado steht für Gesundheit, Schönheit und Veganismus – doch ist die eingeflogene Frucht nicht auch ein Klimakiller? Die Chefs der Avocado-Show haben damit begonnen, einen eigenen Anbau in Europa zu forcieren. Begeistert sind sie von der Energie und dem Elan von Mutter und Tochter Merz/Renz in Stuttgart. Hofbräu-Chef Martin Alber ist ganz gerührt, von den Lobesworten von Mutter Sonja Merz, die sie am Mikrofon an ihre Tochter Katharina Renz richtet. Unter den Gästen: OB Frank Nopper mit seiner Familie, Erster Bürgermeister Fabian Mayer, Soko-Schauspieler Peter Ketnath, In.Stuttgart-Geschäftsführer Andreas Kroll, der Stuttgarter Ironman Dirk Freiland, Cavos-Wirt Hiki Shikano Ohlenmacher, Unternehmer Uli Endress, Margit Mayer-Vorfelder, die Witwe des früheren VfB-Präsidenten, Kunsthändler Frank Zimmermann, Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH, Schönheitschirurg Ron Eppstein und viele andere.