Virtual Bundesliga Club Championship eSports-Team des VfB Stuttgart startet als Mitfavorit in die Saison

Von Maximilian Barz 

Seit mehr als einem Monat ist das neue FIFA 20 auf dem Markt. Für die VfB-eSportler wird sich nun zeigen, wer sich bisher am besten zurechtfindet, denn die besten deutschen FIFA-Spieler treffen am Donnerstagabend zum ersten Mal in der virtuellen Bundesliga aufeinander.

Die FIFA-Profis des VfB starten in die neue virtuelle Bundesliga-Saison. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Die FIFA-Profis des VfB starten in die neue virtuelle Bundesliga-Saison. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Stuttgart - Nachdem die Premierensaison der 2018 neu eingeführten virtuellen „Bundesliga Club Championship“ für das eSports-Team des VfB Stuttgart mit dem Vizemeistertitel sehr erfolgreich verlief, wollen die Gamer auch in der neuen Spielzeit an die guten Leistungen anknüpfen. Der erste Gegner am Montagabend, den 4. November, heißt 1. FC Köln.

Ab 18 Uhr wird zunächst VfB-Profi Lukas „Lukas_1004“ Seiler auf der Playstation 4 auf den Kölner Tim „The StrxngeR“ Katnawatos treffen. Im Anschluss bekommt es Marcel „Marlut“ Lutz mit Michael „Phenomeno“ Gherman zu tun. Im abschließenden Zwei-gegen-Zwei wird Burak May an der Seite von Marlut gegen die beiden Kölner antreten.

Ein Neuzugang beim VfB

Nach dem Abgang von Kapitän und Koordinator Erhan „Dr. Erhano“ Kayman zum amtierenden Meister Werder Bremen ist der VfB in dieser Saison neu aufgestellt. Nachwuchstalent Lukas_1004, der in der vergangenen Spielzeit schon mehrmals sein Talent unter Beweis stellte, soll mehr Spielzeit und Verantwortung bekommen. Mit Burak May holten die Stuttgarter zudem einen talentierten Mann aus der Region ins Team.

Komplettiert wird die Mannschaft wieder durch Niklas „Nik-Lugi“ Luginsland und die beiden FIFA-YouTuber Timo Schulz und Simon Bechtold alias „Tisi Schubech“.

Wie funktioniert die virtuelle Bundesliga?

Die Club Championship wird 2019/20 zum zweiten Mal ausgetragen. Hier vertreten FIFA-Profis ihre Vereine und treten gegen andere Klubs an. Insgesamt 22 Teams nehmen teil. Die in der Vorsaison noch vertretenen Klubs aus Sandhausen und Ingolstadt sind dieses Mal nicht dabei, dafür rückten der FC St. Pauli und der SV Wehen Wiesbaden nach.

Gespielt wird im sogenannten Davis-Cup-Modus. Pro Duell gibt es drei Einzelspiele: jeweils ein Eins-gegen-Eins auf der Xbox und der Playstation sowie ein Zwei-gegen-Zwei. Für die letztgenannte Partie darf die Heimmannschaft die Konsole aussuchen. Jeder Gamer stellt sein Team im 85er-Modus zusammen. Das bedeutet, dass ein virtueller Cristiano Ronaldo die gleiche Gesamtstärke aufweist wie beispielsweise Mario Gomez, aber dennoch seine stärken in unterschiedlichen Kategorien wie Sprint, Schussstärke oder Dribbling besitzt.

Die Favoriten

Als amtierender Vizemeister gehört der VfB trotz des Weggangs von Leistungsträger Dr. Erhano zu den Mitfavoriten auf den Titel. Wie in der vergangenen Saison wird es jedoch für alle Teams darum gehen, den SV Werder Bremen zu schlagen. Die Norddeutschen haben mit „MoAuba“ zwar den Weltmeister in FIFA 19 verloren, doch mit Erhano einen starken Ersatz geholt. Sein Teampartner „MegaBit“ gehört ebenfalls zur Weltspitze.

Das Rennen um den Titel kann sich allerdings auch völlig unerwartet entwickeln, denn im Vergleich zum Fußball fangen die eSportler vor jeder Saison mehr oder weniger bei null an und müssen sich in ein neues Spiel hineindenken. Wer in FIFA 19 gute Leistungen gezeigt hat, wird nicht automatisch auch in FIFA 20 zu den besten Akteuren gehören. Die Virtual Bundesliga Club Championship kann also auch 2019/20 einige Überraschungen mit sich bringen.