Vodafone tilgt die Marke Unitymedia Was sich für Kabelkunden im Südwesten ändert

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Vodafone hat die Marke Unitymedia nun endgültig beerdigt – und kündigt Gigabit-Geschwindigkeiten für Millionen von Haushalten in Baden-Württemberg an. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Wechsel der Kabelnetzbetreiber.

Das Unitymedia-Logo ist Geschichte: Seit diesem Montag wird das Kabelnetz im Südwesten nur noch unter dem Vodafone-Banner vertrieben. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Das Unitymedia-Logo ist Geschichte: Seit diesem Montag wird das Kabelnetz im Südwesten nur noch unter dem Vodafone-Banner vertrieben. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Stuttgart - Die Zeit von Unitymedia ist endgültig abgelaufen. Das Logo mit der regenbogenfarbenen Blume verschwindet von diesem Montag an von Websites, Briefköpfen und Werbeflyern. Künftig leuchtet dort das rote Vodafone-Zeichen. Der Kabelnetzbetreiber hat Unitymedia im vergangenen Jahr übernommen und beliefert nun alle Kabelkunden unter der Marke Vodafone mit Internet, Telefon und TV.

Doch nicht nur das Logo ändert sich. Es gibt neue Tarife, andere Router und ein deutlich schnelleres Kabelnetz im Südwesten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur Umstellung der Marke Unitymedia auf Vodafone.

Was ändert sich an meinem Unitymedia-Vertrag?

Zunächst einmal nichts. Vodafone erfüllt die Verträge der Unitymedia-Kunden bis zum Ende der Laufzeit zum gleichen Preis und zu den gleichen Konditionen. Auch die Bandbreiten bleiben erhalten. Kunden können laut einem Vodafone-Sprecher in der Regel auch während der Vertragslaufzeit den Tarif wechseln - allerdings nur dann, wenn der neue Tarif hochwertiger ist.

Muss ich als Unitymedia-Kunde jetzt ein Vodafone-Internetkonto einrichten?

Nein. Wer bereits ein Online-Konto bei Unitymedia eingerichtet hat, kann sich weiterhin mit seinen bisherigen Login-Daten anmelden. Die Seite sieht zwar anders aus, die Funktionen bleiben laut Vodafone aber gleich.

Was passiert mit meiner Connect-Box von Unitymedia?

Wer keinen Gigabit-Tarif abschließt, der behält vorerst seine Connect-Box. Der Standardrouter, der an Unitymediakunden vermietet worden ist, funktioniert auch im Vodafone-Netz. Wer aber mit Gigabit-Geschwindigkeit im Kabelnetz surfen will, der kommt mit der Connect-Box nicht weit. Das Problem: Der Router beherrscht das Übertragungsprotokoll Docsis 3.1 nicht, das für das Turbo-Internet notwendig ist. Vodafone tauscht den Router nach eigenen Angaben in diesem Fall gegen eine Vodafone-Station aus, die den schnelleren Standard beherrscht.

Was steckt hinter dem Gigabit-Angebot von Vodafone?

Vodafone verspricht mit dem Tarif „Cable Max“ eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde (Mbit/s) und eine Upload-Bandbreite von 50 Mbit/s. Das Abo läuft zwei Jahre für einen Preis von 40 Euro im Monat.

Neben den Neukunden können auch Unitymedia-Bestandskunden in den Gigabit-Tarif wechseln – wenn technisch am Wohnort und im Haus mindestens 400 Mbit/s möglich sind. Die Bandbreite wird dann aufgestockt, wenn es technisch möglich ist. Der Preis für die Gigabit-Leitung ist vergleichsweise günstig: Bei der Telekom etwa kostet der Gigabit-Tarif im Glasfasernetz knapp 120 Euro im Monat.

Wo im Südwesten ist das neue Gigabit-Kabelnetz von Vodafone verfügbar?

Vodafone hat den Schalter umgelegt: Mit einem Schlag sind seit diesem Wochenende bundesweit 17 Millionen Haushalte mit Gigabit-Kabelanschluss versorgt. Das sind fünf Millionen mehr als bisher. In Baden-Württemberg steht die schnelle Kabelleitung insgesamt 2,5 Millionen Haushalten zur Verfügung, bisher waren es lediglich etwa 200.000 in Heilbronn und Mannheim.

Vodafone bietet den Gigabit-Anschluss vor allem in größeren Städten wie Stuttgart (193.000 Haushalte), Mannheim (159.000 Haushalte) und Karlsruhe (108.000 Haushalte) an, aber auch Neubaugebiete werden erschlossen. Dieses Jahr sollen rund eine Million Haushalte im Südwesten hinzukommen. Vodafone empfiehlt den Kunden, zunächst im Internet zu überprüfen, ob das Gigabit-Netz am Wohnort verfügbar ist.