Vogelgrippe Fälle von Geflügelpest in Baden-Württemberg entdeckt

Zuerst wurde die Vogelgrippe in NRW festgestellt – nun auch bei Betrieben in Baden-Württemberg. (Archivbild) Foto: dpa/Felix Kästle
Zuerst wurde die Vogelgrippe in NRW festgestellt – nun auch bei Betrieben in Baden-Württemberg. (Archivbild) Foto: dpa/Felix Kästle

Die Vogelgrippe war jüngst bei einem Aufzuchtbetrieb in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen. Nun wurden auch im Südwesten an der Geflügelpest erkrankte Tiere entdeckt.

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Stuttgart - Der Ausbruch der Vogelgrippe bei einem Aufzuchtbetrieb in Nordrhein-Westfalen hat auch Folgen für Geflügelhalter in Baden-Württemberg. Es seien in den vergangenen Tagen Junghennen von dort an zahlreiche Kleinhaltungen in mehreren Landkreisen im Südwesten geliefert worden, teilte das Landwirtschaftministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Tiere aus den Transporten seien in mehreren Beständen sichtbar erkrankt und teils verendet. „Einige Haltungen wurden aktuell durch die Behörden vor Ort geräumt, die Tiere mussten getötet werden“, teilte das Ministerium mit. Agrarminister Peter Hauk will am Nachmittag (16.00 Uhr) weitere Details zur Krankheit bekanntgeben, die auch Geflügelpest genannt wird.

Erreger H5N8 gilt als hochansteckend

In Nordrhein-Westfalen war in den vergangenen Wochen in mehreren Betrieben der hochansteckende Vogelgrippe-Erreger (Subtyp H5N8) festgestellt worden. Zehntausende Tiere sind inzwischen getötet worden. Rund um die betroffenen Betriebe wurden Sperrbezirke und noch weiter reichende Überwachungsgebiete eingerichtet, in denen strenge Auflagen für Geflügelhalter gelten.

Seit Herbst gibt es eine von Wildvögeln ausgehende Geflügelpestwelle, vor allem mit dem hochansteckenden Virus H5N8. 14 Bundesländer sind betroffen, in mehr als 120 Beständen wurde die Geflügelpest amtlich festgestellt. Es handelt sich um eine Infektionskrankheit, die von Zugvögeln oft über weite Strecken verbreitet wird. Besonders betroffen ist aktuell die Westküste von Schleswig-Holsteins mit Tausenden toten Vögeln.

Die Krankheit ist Experten zufolge für Menschen ungefährlich. Auch seien bisher keine Übertragungen auf andere Tiere wie Katzen oder Hunde festgestellt worden.

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