Volksbank in Renningen Projekt „Neues Rathaus“ nimmt Fahrt auf
Nachdem städtische Mitarbeiter aus Renningen die Vorarbeit geleistet haben, wird der Umbau der Volksbank nun in externe Hände gegeben.
Nachdem städtische Mitarbeiter aus Renningen die Vorarbeit geleistet haben, wird der Umbau der Volksbank nun in externe Hände gegeben.
Ab jetzt wird’s ernst fürs neue Renninger Rathaus: Nachdem das Projekt aus Kostengründen zunächst etwas nach hinten verschoben worden war und während dieses Übergangs in erster Linie Mitarbeiter der Verwaltung, vor allem der Leiter der Abteilung Hoch- und Tiefbau Martin Kohler, erste Konzepte erstellt hatten, wird das Projekt nun in die Hände externer Planungsbüros gelegt. Damit nimmt es nun offiziell richtig Fahrt auf.
Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung aus dem Gemeinderat wurde die Objektplanung mehrheitlich an das Büro Hermann+Bosch aus Stuttgart vergeben, das bereits für die Silcher-Schule und die Realschule verantwortlich zeichnet, die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär an das Büro IPTG Ingenieure aus Herrenberg und die Elektroplanung an das Büro Köhler aus Leonberg. Die Kosten liegen voraussichtlich bei insgesamt rund 1,4 Millionen Euro für die Planung, wobei der Endbetrag sich nach der abschließenden Abrechnung ergibt. Das Rathaus selbst wird voraussichtlich knapp zehn Millionen Euro kosten.
Für die Stadt hat sich die Chance auf ein neues Rathausgebäude als ein echter Glücksgriff erwiesen. Dort ist man seit Jahren auf der Suche nach einem Standort für ein neues Rathaus, denn die Verwaltung wächst weiter und platzt bereits jetzt aus allen Nähten und ist über mehrere Außenstandorte verteilt. Mit Handkuss wurde die Volksbank Leonberg-Strohgäu da empfangen, als sie beschloss, ihren Standort an der Bahnhofstraße in Renningen aufzugeben – um wenige Meter weiter südlich ein neues Gebäude zu errichten –, und diesen der Stadt zum Verkauf anbot. Ende 2019 wurden die Pläne erstmals vorgestellt, ein halbes Jahr später war mit Zustimmung des Gemeinderats alles unter Dach und Fach.
Kritische Stimmen gab es im Gemeinderat damals vonseiten der Grünen. Denn das Gebäude stammt aus den 1990ern und ist daher energetisch nicht auf dem neuesten Stand. Die Wärmeentwicklung zum Beispiel ist sehr hoch in dem Gebäude. Die Frage, ob am Ende des Tages ein teurerer Neubau nicht doch die bessere Lösung wäre, stand im Raum. Auch anderen Ratsmitgliedern war an einer energetischen Ertüchtigung des Gebäudes gelegen. Die Frage lautete daher zuletzt: Wie werden diese energetischen Vorstellungen in die Konzepte der externen Planer integriert und wer koordiniert diese, wollte nicht nur Jürgen Lauffer von den Freien Wählern wissen.
„Wenn etwas nicht umsetzbar ist, dann ist das etwas anderes, aber wir sollten unsere Vorstellungen schon formulieren“, fand auch Monika Breitweg von den Grünen. Konkret ging es ihr unter anderem um eine Begrünung des Gebäudes, nicht nur auf dem Dach, sondern auch an der Fassade.
„Wir haben uns dem Klimaschutz verschrieben und das bei der Ausschreibung den Büros auch mit auf den Weg gegeben“, erklärte Martin Kohler. Dazu gehörten neben Photovoltaikanlagen und dem Erhalt von großen Teilen der Gebäudesubstanz auch die Begrünung des Gebäudes. Das letztlich ausgewählte Planungsbüro H+B sei nebenbei das einzige gewesen, das darauf überhaupt eingegangen sei. Bündeln und koordinieren wird die Arbeit der Planungsbüros die Renninger Verwaltung.
Im neuen Rathaus sollen unter anderem das Bürgerbüro und die Sitzungssäle unterkommen. Das heutige Rathaus in der Hauptstraße sowie die Malmsheimer Außenstelle sollen dennoch erhalten bleiben.