Volksbank Region Leonberg Warmer Geldregen für Miteigentümer der Volksbank

Von Brunhilde Arnold 

Das Kreditinstitut schüttet nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2016 wieder eine Dividende an die Anteilseigner aus.

1,5 Millionen Euro Gewinn hat die Volksbank Region Leonberg 2016 erwirtschaftet. Foto: dpa
1,5 Millionen Euro Gewinn hat die Volksbank Region Leonberg 2016 erwirtschaftet. Foto: dpa

Leonberg - Ein Rechenkünstler und Mentalmagier wie Andy Häussler wäre für eine Bank wohl ein echter Gewinn. Doch auch ohne die erstaunlichen Fähigkeiten, mit denen der studierte Mathematiker und Zahlenakrobat die mehr als dreihundert Gäste in der Stadthalle unterhielt, legte die Volksbank Region Leonberg jetzt ein gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016 vor – samt einem Bilanzgewinn von rund 1,5 Millionen Euro.

Die Bank hatte zur Vertreterversammlung eingeladen, um ihren Jahresabschluss 2016 genehmigen zu lassen. Zum Geschäftsgebiet mit insgesamt 13 Filialen gehören neben Leonberg auch Rutesheim und Renningen. Im Jahr 2000 fusionierten sechs genossenschaftlich organisierte Banken dieser drei Städte zur heutigen Volksbank Region Leonberg. Die Anfänge liegen aber schon 150 Jahre zurück, als 1867 die Gewerbebank Leonberg gegründet wurde. Dieses Jubiläum feiern die Genossen in diesem Jahr mit mehreren Veranstaltungen.

Im Jubiläumsjahr gibt es mehr

Grund zum Feiern haben auch die rund 22 500 Mitglieder der Bank, die mit ihren nahezu 200 000 gezeichneten Geschäftsanteilen Miteigentümer sind. Auf ihre Konten fließt am heutigen Mittwoch Geld. Die Bank schüttet eine Dividende von vier Prozent aus. Und wegen des Jubiläumsjahres kommen noch einmal 1,5 Prozent hinzu. Insgesamt sind das fast 700000 Euro und damit nahezu die Hälfte des ausgewiesenen Gewinns von 2016.

Der Vorstandsvorsitzende Jürgen Held skizzierte das wirtschaftliche Umfeld, in dem die Bank 2016 ihre Geschäfte betrieb: einerseits das anhaltende Wirtschaftswachstum und die Konsumausgaben als Treiber der konjunkturellen Entwicklung, andererseits die anhaltende Niedrigzinsphase. In der Folge gingen auch bei der Volksbank die Spareinlagen zurück. Die Kunden ließen ihr Geld auf den Giro- und Geldmarktkonten oder bildeten Guthaben in Form von Wertpapieren, Versicherungen oder Bausparverträgen. Insgesamt betreute die Volksbank 944 Millionen Euro Kundeneinlagen und damit 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit 7 Prozent fiel der Zuwachs im Kreditgeschäft noch höher aus. Das Gesamtvolumen betrug Ende vergangenen Jahres 405 Millionen. Besonders stark waren Wohnbaudarlehen gefragt.

Langjähriger Aufsichtsrat sagt tschüss

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe die Volksbank ein „noch gutes betriebswirtschaftliches Ergebnis erreicht“, sagte Jürgen Held. Die Ertragslage könne als „ordentlich“ bezeichnet werden. Doch der Zinsüberschuss sei wegen der „inzwischen erreichten Niedrigstzinsphase“ weiter zurückgegangen. Auf der anderen Seite konnte die Bank ihren Verwaltungsaufwand, zu dem etwa die Personal- und Sachkosten gehören, ebenfalls reduzieren.

Der Aufsichtsrat überwacht und steuert die Geschäftstätigkeit der Bank. Seit 1983 war Roderich Frank aus Rutesheim in diesem Gremium tätig. Jetzt schied er altershalber aus. Für sein langjähriges Engagement wurde er vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband mit der Schulze-Delitzsch-Medaille ausgezeichnet. Neu in den Aufsichtsrat wurde die 36-jährige Architektin Alexandra Gutscher-Wolf aus Höfingen gewählt.




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