Volleyball Bundesliga Aus für Kapitänin Julia Cedeno bei den Blaubären

Traurige Nachricht für Julia Cedeno und den TSV Flacht: Die Spielführerin fällt auf unbestimmte Zeit aus. Foto: Andreas Gorr

Der 27-Jährigen macht ihr vorbelastetes Knie zu schaffen und sie muss sich einer OP unterziehen – die Bundesliga-Saison bei den Blaubären des TSV Flacht ist abgehakt.

Sport: Jürgen Kemmner (jük)

Harter Schlag für Julia Cedeno und die Binder Blaubären des TSV Flacht: Die Kapitänin der Volleyballerinnen wird in der kommenden Saison nicht auf dem Spielfeld stehen – eine OP ist nötig.

 

Eigentlich ist die 27-Jährige eine gesetzte Größe im Team der Blaubären, das im Oktober seine Premiere in der Bundesliga begehen wird. Julia Cedeno kam zum TSV Flacht nachdem feststand, dass der Club eine Wildcard für den Start in der Saison 2023/2024 in der Zweiten Liga Pro erhalten hatte – seitdem ist sie Spielführerin der Mannschaft.

Julia Cedeno gehörte seit zwei Jahren zu den Führungsspielerinnen in der Zweiten Liga Pro. Foto: Andreas Gorr

Doch das Knie ist eine Schwachstelle der Außenspielerin, die sie ihre gesamt Karriere begleitet und sie immer wieder ausbremst. Mehrere Operationen am Kreuzband, am Innenband und am Meniskus musste Julia Cedeno bereits ertragen. Es folgten jeweils lange, zermürbenden Stunden in der Reha. Bei den Blaubären aus Flacht startete sie vor zwei Jahren ein Comeback, nachdem sie sich nach Brasilien zurückgezogen hatte, um an ihrer Bachelor-Arbeit zu feilen.

Julia Cedeno wurde Kapitänin, ging als Führungsspielerin voran und liegt mit 51 Einsätzen ganz oben in der internen Liste der absolvierten Begegnungen bei den Blaubären an. Die Statistik sagt weiter: Julia Cedeno erspielte fast 450 Punkte und wurde fünfmal zur wertvollsten Spielerin in einer Partie des TSV Flacht gewählt. Mit der Mannschaft feierte sie den Aufstieg in die Bundesliga, den die Volleyball-Liga (VBL) in diesem Jahr über einen sogenannten Paketaufstieg ermöglicht hatte – doch nun findet die Premiere in der Beletage ohne sie statt.

Vertrag verlängert: Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus zählt zu den Leistungsträgern der Blaubären. Foto: Andreas Gorr

Schon in der abgelaufenen Runde, die die Blaubären auf Platz sechs beendeten, meldete sich das Knie zurück. Die jüngsten Untersuchungen haben ergeben, dass die 27-Jährige eine Pause vom Volleyball einlegen muss, um sich einer Operation und der anschließenden Reha zu unterziehen. Ob die langjährige Spielführerin danach wieder ins Blaubären-Trikot schlüpfen wird, steht derzeit noch nicht fest.

Neuzugang des TSV Flacht: Roxana Vogel (Nr. 6) im Trikot des BBSC Berlin Foto: imago/Beautiful Sports

Unabhängig von dieser schlechten Nachricht hat der Aufsteiger Roxana Vogel verpflichtet. Die 24-Jährige kommt vom BBSC Berlin aus der Zweiten Liga Pro, wo sie von 2019 bis 2025 spielte. Beim SC Potsdam schnupperte die Zuspielerin 2016 bereits ein Jahr lang Bundesliga-Luft und gewann mit dem Team den DVV-Pokal. „Ich denke, von den Binder Blaubären kann man großen Zusammenhalt und Kampfgeist erwarten und das nicht nur auf dem Feld“, sagt Roxana Vogel, „ich hoffe, wir können uns in der Liga etablieren und ich möchte auf jeden Fall einige Siege mit nach Hause nehmen.“

Bleibt den Blaubären erhalten: Saskia Lenk, die nach ihrer Heirat Saskia Zuber heißt. Foto: TSV Flacht/Sebastian Dühring

Unterdessen hat der TSV Flacht drei Verträge verlängert. Diagonalangreiferin Frauke Neuhaus (32), die in der abgelaufenen Runde 13-mal zur besten Spielerin gewählt worden war, bleibt den Blaubären erhalten. Auch Leonie Büdenbender zählt zum Erstliga-Kader, allerdings wird die 21-Jährige künftig auf der Position der Libera agieren. Saskia Lenk bleibt ebenfalls im Team – doch auch bei der 24-Jährigen gibt es eine Änderung im Vergleich zur Vorsaison: Nach ihrer Heirat heißt sie nun Saskia Zuber.

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