Binder Blaubären TSV Flacht Blaubären-Coach Manuel Hartmann sieht die kleine Chance gegen Erfurt

Trotz dieser beeindruckenden Rettungstat von Libera Alina Stäbler verlor der TSV Flacht das Hinspiel in Erfurt. Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Die Binder Blaubären des TSV Flacht starten am Samstag in der Heckengäusporthalle II in die Rückrunde. Manuel Hartmann sieht eine kleine Chance, unter zwei Bedingungen.

Als Trainer der Blaubären des TSV Flacht hat sich Manuel Hartmann in den vergangenen Monaten auf viele Neuerungen einstellen und lernen müssen, diese zu managen. Damit nicht genug: Über Silvester hat sich der Volleyball-Pädagoge nochmals an etwas Neuem probiert. „Ich war zum ersten Mal in meinem Leben Ski fahren“, erzählt der 38-Jährige, um sogleich schmunzelnd hinterherzusetzen: „Ich bin mir noch nicht sicher, ob das meine Sportart wird.“

 

Die gute Nachricht: Sowohl der Coach als auch alle Spielerinnen sind gesund und fit aus der freien Woche zwischen den Jahren ins erste Training am Montag zurückgekehrt. „Die paar Tage ohne Volleyball haben sicher allen gut getan, um den Kopf frei zu kriegen“, ist Manuel Hartmann überzeugt. Allerdings hatten alle Spielerinnen den Auftrag, ihr Athletikprogramm zu betreiben – egal wo. „Das hatte den Vorteil, dass wir mit Vollgas starten konnten und keine Spielerin erst hochfahren musste“, betonte der Coach.

Sorge um Saskia Zuber: Zuspielerin muss Training abbrechen

Am Feiertag standen gleich zwei Trainingseinheiten auf dem Programm – und es gab eine kleine unangenehme Überraschung: Saskia Zuber verspürte stärker werdende Schmerzen im Sprunggelenk und musste das Training abbrechen. Ob sie am Samstag (19.30 Uhr) beim ersten Heimspiel in der Rückrunde gegen SW Erfurt dabei sein wird, muss sich bei einer Untersuchung zeigen. „Es war zumindest nicht der Volleyball-Klassiker, dass man beim Aufkommen mit dem Fuß umknickt. Sie hat einfach nur Schmerzen verspürt“, erzählt Hartmann.

Wird Zuspielerin Saskia Zuber rechtzeitig fit? Foto: Andreas Gorr

Ob mit oder ohne Zuber – der Coach hofft beim Rückrundenauftakt gegen den Tabellenachten auf eine gute Performance seiner Mannschaft und ein enges Spiel. Auch wenn Erfurt von den etablierten Teams für die Blaubären am ehesten in Reichweite scheint, sieht er immer noch eine große Lücke: „Es ist nach wie vor ein Spiel zwischen einem kompletten Profi- und einem kompletten Amateurteam“, betont er. Wenn die Mannschaft jedoch ihr oberes Level erreiche, könne sie mit Erfurt mithalten – „und dann kommt es auch darauf an, welche Form der Gegner an den Tag legt“, ist Hartmann sicher.

Positiv bleiben: Manuel Hartmann (mit seinen Co-Trainern Nico Reinecke und Jonathan Zuber, v.l.) sieht eine Chance für sein Team. Foto: Andreas Gorr

Nach dem enttäuschenden Auftritt im Hinspiel und der glatten 0:3-Niederlage bei der Erstliga-Premiere in der Riethsporthalle im Oktober hat der Coach mit seinem Team in dieser Woche vor allem verstärkt die Annahme von extremen Topspin-Aufschlägen üben lassen. Denn eben diese von Erfurts Zuspielerin Emilie Respaut hatten im Hinspiel den Unterschied ausgemacht: In jedem der drei Durchgänge gelang der Französin eine kleine Serie, mit der sie in ihr Team vorentscheidend in Führung brachte. „Abgesehen davon konnten wir im Hinspiel einigermaßen mithalten“, weiß Hartmann noch gut.

Schwarz-Weiß Erfurt mit ähnlichen Schwachstellen wie Flacht

Der Coach hat bei den Thüringerinnen ähnliche Probleme wie bei seinem eigenen Team ausgemacht: Annahme und Abwehr. „In den Elementen Zuspiel und Angriff ist Erfurt stark, da können sie uns vor echte Probleme stellen“, weiß Hartmann. Vor allem im Rückblick auf die letzten beiden schwächeren Auftritte in Borken und gegen Dresden standen bei den Blaubären zuletzt Abwehr und Gegenangriff als Trainingsschwerpunkte auf dem Programm. „Da haben wir im Vergleich zu Borken zu wenig gepunktet“, erklärt Hartmann.

Nach nur einem Sieg (in Hamburg) in der Hinrunde hofft Hartmann auf mehr in der zweiten Saisonhälfte – auch deshalb, da neben Erfurt auch die anderen beiden Paketaufsteiger Hamburg und Borken in die Heckengäusporthalle kommen. „Mit etwas mehr Erfahrung, mehr Ruhe und den Fans im Rücken gelingt uns vielleicht noch der ein oder andere Sieg“, hofft er.

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