Volleyball Mario Maser ist ein „Held des Ehrenamts“

Mario Maser Foto: Picture Partners
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Der 27-Jährige setzt sich für die Volleyballabteilung des SV Fellbach ein. So engagiert, dass ihn der Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW) noch im Dezember mit einem Titel geschmückt hat.

Rems-Murr: Thomas Rennet (ren)
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Fellbach - Seinen Sport kann Mario Maser auf längere Sicht nicht mehr ausüben. Am 20. September hat er sich bei einem Vorbereitungsturnier in Ludwigsburg den linken Ellenbogen übel verletzt. Das Gelenk war nicht mehr da, wo es hingehört. Der Zuspieler kann deshalb in dieser Saison gewiss keine Bälle mehr an seine Angreifer in der Oberliga verteilen; ungeachtet dessen, ob die Covid-19-Pandemie die Wiederaufnahme des Geschehens am Netz gestattet. Auch für die Zeit danach sind nicht nur im Hinblick auf den blessierten Ellenbogen Prognosen schwierig. Doch sein Sport lässt den 27-Jährigen dennoch nicht los. Der Ingenieur für Softwaretechnik setzt sich in seiner Freizeit für die Volleyballabteilung des SV Fellbach ein. So engagiert, dass ihn der Volleyball-Landesverband Württemberg (VLW) noch im Dezember mit einem Titel geschmückt hat. Mario Maser ist einer der sieben „Helden des Ehrenamts“ 2020.

Sein Sport lässt ihn trotz einer Ellenbogenverletzung nicht los

Der solchermaßen Geehrte ist ein überaus nüchterner Held. „Ich kümmere mich um alles, was so hinten runterfällt“, sagt Mario Maser. Im Ausschuss der Volleyballer des SV Fellbach ist er Beisitzer, unterstützt in dieser Funktion die Abteilungsleiterin Alexandra Berger in vielerlei Hinsicht. Die Organisationsstruktur, als Software-Fachmann, ist sein Thema. Auch die Trainerpersonalien hat er vor dieser Saison vorangebracht. Mario Maser hat in den vorhergehenden Gesprächen die Basis dafür gelegt, dass Jan Lindenmair auch über den Sommer 2020 hinweg das Drittliga-Team lenkt und Jonas Hanenberg an dessen Seite die Position des Assistenztrainers bekleidet. Der Mann aus dem Abteilungsgremium hat überdies Andreas Moeller als erfahrenen Anleiter der dritten Vertretung hinzugewinnen können. In diesem Oberliga-Verbund hätte Mario Maser eben auch selbst im Oktober mitgemischt, wäre nicht der schwer beschädigte linke Ellenbogen dazwischengekommen. Zudem steht der Rechtshänder („Ein Glück“) der vierten Formation nach wie vor selbst vor. Der C-Lizenz will er den Trainer-B-Schein hinzufügen, sobald die Seuche das erlaubt. Diese Seuche macht der Welt schwer zu schaffen. Der Sport bildet dabei keine Ausnahme. Alle sind betroffen. „Die Zahl der Sponsoren ist zurückgegangen. Einige sind nicht mehr dabei, weil sie es nicht mehr können“, sagt Mario Maser: „Man lebt von Rücklagen runter.“ Die Volleyballabteilung des SV Fellbach hat allerdings seit dem Zweitliga-Abstieg im Frühjahr 2019 verringerte Ausgaben für den Ligabetrieb, der gerade eh lahmgelegt ist. „Wir bekommen das schon hin“, sagt Mario Maser.

Ein Jahr lang spielte Mario Maser in der zweiten Bundesliga

Seine Eltern hatten bereits Volleyball gespielt, der Junior fand als Jugendlicher zum Schlagabtausch am Netz. Mit Ausnahme einer kurzen Zeit bei der VSG Kernen, verbunden mit zwei Aufstiegen, war Mario Maser stets beim SV Fellbach. Ein Jahr lang gehörte der Zuspieler gar dem Zweitliga-Team an. Der Vielgefragte in Volleyball-Fellbach, in Waiblingen aufgewachsen, wohnt jetzt in Stuttgart-Feuerbach. Dort hofft er, bald wieder regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Sport fahren und seiner Leidenschaft als Trainer nachgehen zu können. Und irgendwann, wenn Pandemie und Gelenkluxation gleichermaßen überstanden sind, auch wieder jener als Spieler.




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