Volleyball: Mika Ahmann Zwischen Abitur, Ägypten und EM-Traum

Mika Ahmann bleibt weiterhin in Karlsruhe, obschon er Angebote von anderen Erstligisten bekommen hat. Foto: Andi Fried

Der langjährige Schmidener Jugendspieler Mika Ahmann mischt im Dress der Baden Volleys SSC Karlsruhe inzwischen unter den besten Volleyballern der Republik mit.

Für Mika Ahmann und die Teamkollegen der Baden Volleys SSC Karlsruhe ist die vergangene Saison in der Volleyball-Bundesliga schon früh zu Ende gegangen. Sogar deutlich zu früh nach dem Geschmack des Liberos, der einen Großteil seiner Jugendzeit im Trikot des TSV Schmiden verbracht hat. „Wir hätten sehr gerne in der ersten Play-off-Runde vor 5000 bis 7000 Zuschauern gespielt – auch wenn wir vermutlich chancenlos gewesen wären“, sagt der 19-Jährige.

 

Anstatt wie erhofft nach der Hauptrunde auf dem achten Rang zu landen und im Viertelfinale auf die Berlin Recycling Volleys zu treffen, die sich jüngst zum neunten Mal in Folge den nationalen Titel gesichert haben, war die Spielzeit für Ahmann und seine Mitstreiter schon Mitte März mit dem zehnten Rang frühzeitig zu Ende gegangen.

Unter den besten drei Liberos im nationalen Oberhaus

Für den Junioren-Nationalspieler aus Remseck, der vor wenigen Wochen am Otto-Hahn-Gymnasium in Karlsruhe sein Abitur gebaut hat, war die zweite Spielzeit in der höchsten deutschen Klasse ganz persönlich dennoch eine erfolgreiche: Gleich in mehreren Kategorien belegte Mika Ahmann trotz seines jugendlichen Alters einen Platz unter den besten drei Liberos im nationalen Oberhaus. Und das trotz Konkurrenten, die seit vielen Jahren international für ihr Land spielen und schon bei Europa- und Weltmeisterschaften am Start waren.

Mit einem neuen Trainer auf einem guten Weg

Kein Wunder also, dass ihm einige Angebote von Konkurrenten – unter anderen vom TV Düren oder vom Aufsteiger MTV Ludwigsburg – für einen Wechsel im Sommer ins Haus flatterten. Der Sohn des Schmidener Männertrainers und Bronzemedaillengewinners der Olympischen Spiele von 2000 im Beachvolleyball, Jörg Ahmann, hat aber alle abgelehnt. Stattdessen verlängerte er jüngst seinen Vertrag in der Fächerstadt um ein weiteres Jahr. „Wir hatten in dieser Saison ein paar Probleme, weil es intern einige Unstimmigkeiten gab. Jetzt aber bekommen wir einen neuen Trainer, und ich glaube, wir sind mit dem Kader auf einem guten Weg“, sagt Mika Ahmann, der über den Friedrichshafener Bundesstützpunkt und das dortige Internet nach Nordbaden gekommen war.

Mt der Schwester geht es in den Urlaub

Bevor in Karlsruhe die Vorbereitung auf die neue Runde beginnt, wird sich der 19-Jährige an der dortigen Uni für das Wintersemester als Student einschreiben („Irgend ein technisches Fach, was genau, weiß ich noch nicht.“) und mit seiner sieben Jahre älteren Schwester Mirea, die bei den Regionalliga-Frauen des SV Fellbach spielt, für eine Woche nach Ägypten in den Urlaub fliegen.

Die Quali für die U-22-EM steht im Juli an

In gut fünf Wochen (11. bis 13. Juli) steht dann auch schon die nächste sportliche Aufgabe an: die Qualifikation für die U-22-Europameisterschaft mit dem deutschen Nationalteam. Der ehemalige Schmidener ist dort einer der Jüngsten im Team und guten Mutes, dass er sich mit seinen Mitspielern in Ankara gegen Serbien, Tschechien und den Gastgeber Türkei durchsetzen und den Sprung zur Endrunde schaffen wird. Diese findet dann im Sommer 2026 in Portugal statt. „Wir haben eine schwere Auslosung erwischt, aber ich bin ganz optimistisch“, sagt der Ex-Schmidener, der 2022 in der Spielgemeinschaft des TSV mit dem MTV Ludwigsburg deutscher U-18-Meister geworden war.

Auch das Trikot mit dem Bundesadler ist für den Sohn von Andrea und Jörg Ahmann, die einst beide in der höchsten deutschen Volleyball-Liga unterwegs waren, nichts Neues: Schon vor drei Jahren hatte der 1,84 Meter-Mann als damals 16-Jähriger im U-18-Team des DVV debütiert.

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