Volleyball-Oberliga Männer „Jeder hätte es besser machen müssen“ – VfL Sindelfingen hadert mit Auftreten

Bei Nick Hoschke und dem VfL Sindelfingen fehlte über weite Strecken eine positive Körpersprache. Foto: Stefanie Schlecht

Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen haben gegen den Tabellenzweiten mit 0:3 verloren. Das Spiel gestaltete sich allerdings knapper, als der Endstand es vermuten lässt.

Volontäre: Maximilian Schöbel (scm)

Die Oberliga-Volleyballer des VfL Sindelfingen hatten sich vor einer Woche mit dem Sieg beim ASV Botnang II den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert. „Wir konnten also ohne Druck frei aufspielen“, erklärte Trainer Fabian Probst vor dem Duell gegen den TV Rottenburg II. Doch stattdessen sorgten verschiedenste Begleitumstände für eine 0:3-Niederlage.

 

Dass die Gastgeber nicht als Favorit in die Partie gehen würden, war von Beginn an klar. „Unser Gegner hat erst zwei Spiele verloren und steht völlig zurecht auf dem zweiten Tabellenplatz“, wusste Probst. „Trotzdem wollten wir an unserem Leistungsmaximum spielen.“ Das klappte allerdings über weite Strecken nicht.

VfL Sindelfingen legt keine gute Körpersprache an den Tag

Trotz eines mutigen Starts und einer 5:1-Führung im ersten Satz, schafften es die Hausherren nicht, am Drücker zu bleiben. „Wir wollten Spaß aufs Feld bringen, aber hatten keine gute Körpersprache“, schüttelte Probst den Kopf. Auch die Stärke in der Annahme, die bei den jüngsten Partien zum Erfolg geführt hatte, blieb diesmal weitgehend ungenutzt.

Dazu trafen die Einheimischen auf einen Gegner, dessen Art ihrem Übungsleiter überhaupt nicht gefiel: „Die hatten ein unangenehmes, arrogantes Auftreten. Ich weiß nicht, warum man sich so aufführen muss.“ Auch einige Schiedsrichterurteile gefielen dem Coach überhaupt nicht: „Da waren fünf oder sechs katastrophale Fehlentscheidungen dabei. Wenn es durch eine davon nicht 18:19 sondern 17:20 steht, macht es das nicht einfacher.“ Das seien aber nicht allein die Gründe für die Niederlage gewesen.

Der VfL Sindelfingen verliert trotz mutigen Beginns deutlich gegen den TV Rottenburg II. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

VfL Sindelfingen zieht Lehren aus dem Spiel für die kommende Saison

„Wir haben gegen einen starken Gegner eigentlich ein gutes Spiel gemacht. Ich verstehe deshalb nicht, warum trotz knapper Sätze die Köpfe ständig unten waren“, haderte Probst. Denn seiner Ansicht nach war der Verlauf gar nicht so deutlich, wie es das 0:3 auf der Anzeigetafel aussagt.

Teilweise schon beim 20:25 im ersten Absatz, aber noch viel mehr beim 25:27 im zweiten und dem 21:25 im dritten ging es nämlich um Nuancen. „Da war der Gegner in den entscheidenden Momenten einfach griffiger, und wir waren nicht voll da“, begründete Probst.

VfL Sindelfingen setzt alle verfügbaren Spieler ein

Entsprechend schlecht war die Laune der Sindelfinger nach dem Spiel. „Jeder wusste, er hätte es besser machen können – und müssen“, so Probst. Der aber auch weiß: „Am Ende schadet uns die Niederlage nicht. Wir haben herausgefunden, was wir gut können, und woran wir noch arbeiten müssen. Das kommt am Ende der Saison alles auf einen Tisch für die Vorbereitung der kommenden Saison.“

Trotz der bitteren Niederlage zog der Coach auch Positives aus der Partie: „Ich habe wie geplant alle verfügbaren Spieler einsetzen können.“ Besonders Kris Keubler, Fabian Schick und Aaron Hentschel nutzten diese Chance, um sich zu präsentieren.

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